JSR Meets Friends Volume 2

Die europäische Idee ins Bewusstsein von europäischen Jugendlichen bringen und politisches Engagement fördern, das war das Ziel des Projekts „JSR Meets Friends Volume 2 “. Doch zugleich sollten die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs verschiedenen Ländern auch jugendliche europäische Ideen entwickeln: Vom 17. bis zum 23. März fand  bereits die zweite Ausgabe dieses  internationalen  Jugendkongresses in Mülheim statt.

JSR2015
Aus Mülheims Partner- und Projektpartnerstädten Darlington, Tours, Kouvola, Oppeln und Kfar Saba reisten die Jungen und Mädchen an. Zusammen mit vier Mitgliedern des Jugendstadtrates, der auch gleichzeitig offizieller Gastgeber war, sowie zwei Schülern der Mülheimer Europaschulen wurden die Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren im Naturfreundehaus untergebracht. Als Vertreter des Gymnasiums  Heißen durfte ich diese spannende Veranstaltung miterleben. Zeit zum Ausruhen gab es allerdings nicht, denn ein straffes Tagesprogramm hielt uns auf Trab:
Der erste Abend war relativ entspannt – lediglich ein gemeinsames Abendessen mit Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld in Franky’s Bar stand auf dem Programm. Aber am nächsten Morgen ging es richtig los: 7.30-8.20 Uhr Frühstück, 8.30 Uhr Abfahrt zum Haus der Wirtschaft, 9.30-12.30 Uhr Kennenlernen und Workshop Environment, 12.35-13.45 Uhr Mittagessen, 14.00 Uhr Sightseeing Tour, 17.30 Uhr Rückkehr ins Naturfreundehaus, 18.30 Uhr Abfahrt zum RRZ, 19.00-21.00 Uhr Bowling sowie anschließend Rückfahrt ins Naturfreundehaus.
Ein ähnliches Programm absolvierten wir jeden Tag. Morgens und nachmittags gab es Workshops zu den Themen Environment, Tolerance, Political Engagement and Mobility, gefolgt von einem abwechselnden Abendprogramm, wie Kochen, Partys und einem Rockkonzert. Arbeitssprache war logischerweise Englisch, obwohl einige Teilnehmer besser Deutsch als Englisch sprachen.
Freitag bekamen wir hohen Besuch von den EU-Politikern Jens Geier (SPD), Dr. Stephan Koppelberg (EU-Kommission) und Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld mit ihrer Übersetzerin. Zu Beginn führten die Young European Professionals (YEPs), die zuvor schon die Workshops mit den Jugendlichen gemacht hatten, ein Interview mit den Politikern zum Thema Europa: Was denken Sie über Putin?, Wie schätzen Sie die Situation ein?, Was bedeutet Europa für Sie? „Das tolle war, dass wir in der folgenden Diskussion die Möglichkeit hatten, entweder selbst Stellung zu nehmen oder Fragen zu stellen“, schwärmte Luce Savidan, eine Teilnehmerin aus Frankreich. Die Gäste nahmen sich die Zeit, die Fragen der Jugendlichen in Ruhe zu beantworten, auch wenn die ein oder andere Frage so manchen Politiker ins Straucheln brachte.
Abends wartete das Rockkonzert. In mühevoller Arbeit hatten die Mitglieder des JSR das traditionelle Rockkonzert in der Feldmannstiftung vorbereitet und organisiert. Ab 20.30 Uhr spielten die Newcomer Bands „The Prancing Pony“, „Vertical, Freeway“  und „TieLess“ bis in den Morgen – fast alles von Heavy Metal bis Pokémon.
Aus den vormals individuellen Nationen-Gruppen war mittlerweile eine große Familie geworden, obwohl die Nationen am ersten Abend noch unter sich geblieben waren. Insgesamt ziehen alle Jugendlichen ein positives Fazit: „Der Kongress hat uns geholfen, die Idee von Europa besser zu verstehen und sogar hautnah zu erleben. Europa ist mehr als nur ein handlungsunfähiger Haufen von lose miteinander verbundenden Staaten. Es muss sich allerdings noch vieles tun, damit Europa auch wirklich Europa wird. Doch dies benötigt politisches Engagement der Bürgerinnen und Bürger! Es wird Zeit, endlich aktiv zu werden. Nur gemeinsam können wir Europa verändern!“
Deswegen haben wir gemeinsam eine Resolution zu den Themen Political Engagement, Mobility, Environment and Tolerance erarbeitet, um Politikern sowie Bürgern ein paar Denkanstöße zu geben.
Die Trennung schmerzte sehr, aber so fühlt es sich halt an, wenn eine Familie wieder getrennte Wege gehen muss. Trotzdem hoffen wir auf ein baldiges Wiedersehen in einer vielleicht zukünftigen Ausgabe von „JSR Meets Friends“.

Niklas Diemer