Unsere Sportfreizeit

 

Sportfreizeit?! Na klar, zuerst war man dann doch ein bisschen enttäuscht. Keine Skifreizeit?! Keine lange Busfahrt, kein Skifahren, kein Schnee. Aber diese Klassenfahrt hat uns gezeigt was man alles aus einer „langweiligen“ Sportfreizeit machen kann. Und zwar eine Klassenfahrt, die ganz sicher besser war als eine Skifreizeit. Viel besser.

Aber beginne ich beim Anfang. Am Montag, den 25. September, fuhren wir los. Radevormwald, unser Ziel, lag eine gute Stunde Fahrt entfernt, weswegen die Fahrt schnell auch schon wieder vorbei war. Als wir ankamen, waren wir enttäuscht. Der „Fußballplatz“ war nur eine Wiese mit zwei rostigen Torgestellen. Der „Volleyballplatz“ hatte ein altes Netz. Und der Basketballkorb war alt und abgenutzt. Also gingen wir recht enttäuscht zum Mittagessen. Spaghetti Bolognese. Und, zumindest ich, war überrascht. Sie schmeckten… lecker. Ich war aber auch alleine mit meiner Meinung. Also bezogen wir missmutig unsere Zimmer. Und nun kam eine weitere Überraschung. Die Zimmer waren sehr schön. Zwei normale Betten und ein Hochbett boten Platz für vier Leute. In einem weiteren Raum hatten wir unser eigenes Bad. Wir bezogen die Betten und schon startete das erste Spiel. Das Chaos-Spiel. Wer es nicht kennt, so geht es: man würfelt und kommt auf ein Spielfeld mit einer Nummer, diese wurde vorher auf einen Zettel geschrieben und im Haus versteckt. Man muss nun den Zettel finden und sich ein Wort, welches hinten draufsteht, merken und zurück zum Spielfeld gehen. Wenn man am Spielfeld das richtige Wort genannt hat muss man eine Aufgabe lösen. Dann darf man erneut würfeln und so weiter und so fort. Den Gewinnern winkte eine Süßigkeiten-Prämie. Es folgte ein gutes Abendessen und das Abendprogramm, welches daraus bestand, dass wir die Sporthalle mieteten und Völkerball und Ähnliches spielten.

Der nächste Tag ging gleich mit einem guten Frühstück los, dem sich eine Stadtrallye durch Radevormwald anschloss. Die Gewinner wurden zu Königen und Königinnen gekrönt. Also alles in einem ein schöner Vormittag. Das Mittagessen, Hähnchen-Spieße, schmeckte ebenfalls gut. Alles sah so aus, als würde das ein schöner Tag werden. Am Mittag begaben wir uns zu der Wiese, die vor unserer Jugendherberge lag. Dort begrüßte uns Michael, ein Sozialpädagoge, der mit uns die verschiedensten Übungen machte, um unser Selbstvertrauen zu stärken. Danach ging es direkt zum Bogenschießen. Doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es regnete wie aus Kübeln. Während einige den Regen auf dem Zimmer abwarteten, ließen sich andere nicht einschüchtern. Sie zogen sich Regenjacken an und spielten im Regen Volleyball. Als der Regen nachgelassen hatte, machten wir weiter und zur Kletterwand über. Diese bezwungen wir ebenfalls. Das Besondere war hierbei, dass man immer etwas zu tun hatte. Entweder ist man geklettert oder man half zu sichern. Nach diesem verregneten Nachmittag gab es unser wohlverdientes Abendessen. Am späten Abend gingen wir erneut in die Turnhalle mit dem Unterschied, dass wir dieses Mal Fußball spielten. Danach gingen wir auf unsere Zimmer und schliefen mehr oder weniger früh ein.

Am Mittwoch standen wir (wie immer) pünktlich zum Frühstück auf. Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, gingen wir zum Hochseilgarten, an dem Michael schon auf uns wartete. Nun teilten wir uns auf, manche gingen zum Bogenschießen, während andere schon mit dem Klettern begannen. Nach einer Weile kamen dann auch die Kinder, die beim Bogenschießen waren, zu den Kindern, die kletterten. Nachdem jeder, der wollte, im Hochseilgarten geklettert ist, kam schon unser Mittagessen. Am Nachmittag gab es wieder Programm. Wir gingen auf eine Wiese und probierten Sportarten aus. Zuerst spielten wir Rugbase, eine Mischung aus Rugby und Baseball. Dieses funktionierte leider nicht so gut, weswegen wir es abbrachen und ganz normal Brennball gespielt haben. Danach konnte jeder seine eigenen Sportgeräte holen und es wurde Basketball, Federball und Volleyball gespielt. Danach ging es auch schon wieder zum Abendessen. Am Abend guckten wir einen Film, und zwar „Fack ju Göhte“. Der gefiel auch fast allen gut. Danach gingen wir auf unser Zimmer und schliefen wieder mal recht spät ein.

Der Donnerstag war der letzte „richtige“ Tag, den wir genießen konnten. Am Vormittag starteten wir unseren Orientierungslauf, welcher so funktionierte: Man suchte einen Punkt auf einer Karte. Zu diesem Punkt mussten wir laufen um dort einen Cache zu finden. In diesem Cache waren Zahlen, welche wir brauchten um das Zahlenschloss an der „Schatztruhe“ zu öffnen, und ein neues Kartenstück, welches wir auf unserer Karte finden mussten um dort wieder einen Cache zu finden. So lief das Spiel immer weiter. Am Ende waren die Jungen deutlich schneller als die Mädchen. Danach aßen wir mittag und es ging auch schon weiter mit dem Programm. Wir veranstalteten eine Olympiade. Wir wurden in Teams eingeteilt und mussten verschiedene Aufgaben lösen. Die Gewinner wurden mit einem Hausaufgaben- Gutschein belohnt. Nun rückte unser letzter Abend immer näher. Für diesen sollten wir alle Gedichte über die Klassenfahrt schreiben. Diese wurden dann am Abend vorgelesen. Danach spielten alle Gesellschaftsspiele, unser Spieleabend hatte begonnen. Es wurde gepokert, gewürfelt und, und und. Danach veranstalteten wir eine kleine Disco. Leider mussten wir auch schon früh ins Bett, da am nächsten Tag die Abfahrt bevorstand.

Am nächsten Tag zogen wir aus unseren Zimmern aus. Kurz danach aßen wir und fuhren auch schon nach Hause.

Tom Abernetty, 7b