Lebendige Begegnung mit der Vergangenheit

Die AG „Lebendige Begegnung mit der Vergangenheit – Krieg, Holocaust, Frieden?“

(Eine Begegnung mit der deutschen und europäischen Geschichte im 2. Weltkrieg)

 

Die AG „Lebendige Begegnung mit der Vergangenheit – Krieg, Holocaust, Frieden?“ wird seit 2008 alle zwei Jahre für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und 11 angeboten. In den bisherigen fünf „Durchläufen“ nahmen insgesamt 105 Schülerinnen und Schüler daran teil. Ziel war und ist es, die Schülerinnen und Schüler für ihre Vergangenheit zu sensibilisieren, so dass sie zu mehr Toleranz im Miteinander kommen. Kernstück der AG sind die Fahrten nach Ysselsteyn in den Niederlanden und nach Opole und Oswiecim/Auschwitz in Polen. In Ysselsteyn befindet sich eine Kriegsgräberstätte mit über 32.000 Gräbern gefallener Soldaten der beiden Weltkriege. An einem Wochenende werden der Friedhof und die Begegnungsstätte des „Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ zum Ort der konkreten Auseinandersetzung mit dem Krieg, seinen Tätern und seinen Opfern. Das riesige Gelände des Friedhofs wird sowohl bei Tag als auch bei Nacht erkundet, Einzelschicksale werden genauer untersucht und ausgewertet. Ganz individuell und möglichst authentisch werden die gewonnenen Eindrücke künstlerisch umgesetzt. Bettlakengroße Kunstwerke zum Thema Krieg, Tod aber auch Hoffnung sind so schon entstanden und im Markt der Schule ausgestellt worden. Bei einem Besuch in Ysselsteyn hat eine Schülergruppe auch mit Stacheldraht das Erlebte zum Ausdruck gebracht. Für viele Schülerinnen und Schüler der ersten Durchgänge war das Zeitzeugengespräch mit Herrn de Winter ein Höhepunkt der Fahrt. Herr de Winter berichtete fesselnd von seinen Erlebnissen während des Zweiten Weltkriegs – vom brennenden Rotterdam, von seiner jüdischen Freundin, die in Auschwitz umkam und von seinem eigenen Aufenthalt im und seiner Flucht aus einem Konzentrationslager in den Niederlanden. In den folgenden Jahren haben weitere Zeitzeugen aus Holland ebenso faszinierende und auch ergreifende Schicksale vorgestellt. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach einem miteinander und gemeinsamen Verstehen der verschiedenen Kulturen, aus der festen Überzeugung heraus, dass dies Kriege verhindern kann. Das Wochenende in Ysselsteyn bietet viel Zeit, um das Erlebte und anderes gemeinsam zu reflektieren.

Eine Woche lang dauert die Fahrt nach Opole und Auschwitz. In Opole – der Partnerstadt Mülheims – ist Gelegenheit, mit polnischen Schülern in Kontakt zu kommen und das Leben in Polen näher kennen zu lernen, bevor der weitere Teil der Fahrt sich ganz konkret am Ort des Schreckens mit dem Holocaust beschäftigt. Der Aufenthalt in Opole bringt die Schülerinnen und Schüler aus Polen und Deutschland zusammen und ermöglicht so einen regen Austausch über die Geschehnisse während des Zweiten Weltkrieges. Gemeinsam erfahren die Schülerinnen und Schüler aus der Partnerschule „Nr. 5“ sowie die Teilnehmer der AG etwas über den polnischen Widerstand anhand von Film- und Quellenmaterial, erleben aber auch durch gemeinsame Freizeitaktivitäten mit den polnischen Schülerinnen und Schülern das Leben in Polen heute. Auch der Besuch des Museums des Lagers Lamsdorf/Lambinowice mit einem intensiven Vortrag zur Geschichte des Lagers gibt Anlass zu intensiven Diskussionen zwischen den polnischen und deutschen Schülern über die unterschiedliche Vergangenheit und die Verantwortung, die daraus erwächst, aber auch darüber, dass es heute wieder ein gutes Verhältnis untereinander gibt. Dies zeigte sich jedes Mal im unbeschwerten Umgang miteinander bei den Treffen sowohl in der Schule als auch abseits des offiziellen Programms.

Das Programm in Auschwitz / Oswiecim besteht in erster Linie aus dem Besuch des Stammlagers und des Vernichtungslagers Birkenau. Hier werden durch gut ausgebildete Guides in den Führungen die Greuel in den Lagern deutlich.

Die Abende dienen dann der Aufarbeitung des Erlebten. Neben den Führungen beteiligt sich die Gruppe an Erhaltungsarbeiten im Stammlager. Bei den Fahrten gab es zudem Zeitzeugengespräche mit Überlebenden aus dem Lager. Die Erlebnisse aus dem Lager von einem Häftling persönlich erzählt zu bekommen ist ein äußerst emotionales Ereignis. Zusätzlich zum Besuch der Lager haben die Gruppen eine Stadtführung in Oswiecim, bei der die alte Synagoge aufgesucht wird und das frühere jüdische Leben der kleinen Gemeinde vorgestellt wird. Außerdem besuchen wir die Ausstellung des Häftlings Marian Kolodziej im Kloster Harmeze. In dieser hat der Künstler eindrucksvoll seine Erlebnisse im Lager festgehalten.

 

Neben den Fahrten finden weitere Programmpunkte im Ruhrgebiet statt. Fester Bestandteil sind dabei Zeitzeugengespräche, das Erkunden von Orten der NS-Vergangenheit in Mülheim sowie die Teilnahme an diversen aktuellen Aktionen zum Thema. Dazu gehörten u.a. der Besuch des „Zugs der Erinnerung“ in Essen, der Besuch eines Israel-Seminars sowie die Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen zum 9.11.1938 und der Befreiung des Lagers Auschwitz am 27.1.1945. Fester Bestandteil ist auch der NS-Film „Jud Süß“ zur Propaganda in der NS-Zeit mit anschließender Diskussion und Bewertung der Wirkungsweise. In diesem Zusammenhang wird auch das weitere propagandistische Vorgehen des NS-Staates anhand von Quellen bearbeitet. Wichtig ist als fester Programmpunkt auch der Besuch einer heimischen Synagoge und eines Workshops im Bunkermuseum Oberhausen, um auch den Aspekt des Bombenkrieges zu beleuchten. Beim historischen Rollenspiel unter dem Titel „Gefrierfleischorden“ schlüpften die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung des historischen Rollenspielers Olaf Fabian-Knöpges in die Rolle von Zwangsarbeitern. Herr Fabian-Knöpges vermittelt durch sein Rollenspiel unter anderem sehr anschaulich Aspekte des Gehorsams, der Unterordnung und der Willkür in einem totalitären System. Das für die meisten Schülerinnen und Schüler bei dem Rollenspiel sehr intensive Erleben der eigenen Rolle wird in einer Nachbesprechung ausführlich reflektiert.

Viele Teilaspekte der AG wurden medial festgehalten. Bei der ersten Gruppe in eigenen kleinen Filmen, bei der zweiten Gruppe in einer Radiosendung, die im Rahmen des Bürgerfunks in Oberhausen/Mülheim unter Mithilfe des Bürgerfunkers Walter Bardenheuer entstand und gesendet wurde und in den weiteren Gruppen in einem Tagebuch, in dem Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken und Gefühle festgehalten haben.

Unser besonderer Dank gilt dem Verein zur Förderung von Städtepartnerschaften und der Sparda-Bank West für die finanzielle Unterstützung der AG.

 

 

Die Projektleiter (Dr. Roland Guderley, Markus Bergmann)

 

GFOS Innovationsaward 2017

Auch 2017 findet der GFOS Innovationsaward wieder statt.
Bereits in den letzen beiden Jahren haben unsere Schüler Preisgelder gewonnnen.Interessierte Schüler können sich noch bis zum 31.01.2017 für die Teilnahme anmelden. Sprecht dazu bitte Herrn Rüth an. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch 2017 wieder zahlreiche Schülergruppen am Wettbewerb teilnehmen, um entweder die Informatik- oder die Marketingaufgabe zu lösen. Es stehen nämlich verschiedene Aufgaben für Schüler mit verschiedenen Interessen zur Auswahl:
Die Informatikaufgabe richtet sich vor allem an Schüler die privat bereits Erfahrung im Programmieren haben oder Schüler die gute Leistungen durch den Informatikunterricht mitbringen, während die Marketingaufgabe keinerlei Programmierkenntnisse bedarf. Schüler, die sich für diese Aufgabe interessieren, sollten vor allem Kreativität und Interesse an Marketingthemen mitbringen. Hier liegt der Schwerpunkt eher auf der kreativen Gestaltung einer neuen Marketingstrategie.

Die Aufgabenstellungen für den Innovationsaward 2017 finden sich unter:
http://www.gfos.com/ueber-uns/akademie/gfos-innovationsaward.html

Die Projektdurchführung erfolgt in der Zeit vom 01.02. bis 31.03.2017.

Gerne beantworten wir Fragen zu den Aufgaben. Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen.

Girls´Day 2017 bei der GFOS

Unser Kooperationspartner, die GFOS wird auch in diesem Jahr am Girls´Day 2017 teilnehmen freut sich auf zahlreiche Anmeldungen für den Excel-/Word Workshop. Unter dem Motto „IT praxisnah erleben“ versucht die GFOS den Schülerinnen die MS Office Anwendungen Word und Excel, die aus dem heutigen Berufsalltag kaum noch wegzudenken sind, mit wertvollen Praxisübungen näher zu bringen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr, liebe Schülerinnen Euch über das Angebot informiert.

Unter folgendem Link ist eine Online-Anmeldung möglich. Die Anzahl der Plätze ist auf 20 begrenzt.

http://www.girls-day.de/aktool/ez/eventvcard.aspx?id=39475

Stefan Rüth

Bühne frei am Gymnasium Heißen: 

Bilinguale Klassen luden Grundschüler ein

 

Info-Veranstaltung bili

Am gestrigen Dienstag, 20. Dezember,  verwandelte sich die Bühne der Stadtteilbibliothek im Gymnasium Heißen für eine Unterrichtsstunde lang zur „students‘ stage“. 160 Schülerinnen und Schüler aus benachbarten Grundschulen waren der Einladung der drei bilingualen Klassen des 5., 6. und 7. Jahrgangs ans Gymnasium Heißen gefolgt und lauschten gebannt den kurzen Szenen und Liedern, die die älteren Kinder im Unterricht für sie einstudiert hatten.

So trafen die Grundschüler auf den strengen englischen Lehrer Mr Kingsley, hörten die Geschichte von „Frosty the Snowman“ und wurden von Cinderella und ihren „two ugly sisters“ unterhalten. Die anschließende Nachfrage eines Grundschülers, ob er später auch an dieser „Theater-AG“ teilnehmen könne, zeigt sicherlich, wie gut das Programm frei nach dem Motto „von Schülern für Schüler“ angekommen ist.

 

 

Informatikpreis beim GFOS Innovationsaward

Der Essener Softwarehersteller GFOS (Gesellschaft für Organisationsberatung und Softwareentwicklung) führt seit 2012 den „GFOS Innovationsaward“, bisher für Essener Schulen, durch. Ausgelobt wurde, wie in den vergangenen Jahren, ein Gewinnerpreisgeld in Höhe von EUR 3.000,- für den ersten Platz, EUR 1.500,- für den zweiten Platz und EUR 750,- für den dritten Platz. In diesem Jahr stellte sich zum zweiten mal auch eine Schülergruppe des Gymnasium Heißen der wirklich anspruchsvollen Aufgabe und gewann den dritten Preis, worüber wir uns sehr freuen.

Zudem werden von der GFOS Programmierpraktika, die Java Summercamps, in den Sommerferien am Unternehmenssitz in Essen durchgeführt. Sie richten sich Beginner und Fortgeschrittene und werden jeweils in einem zum Anfang und zum Ende der Sommerferien durchgeführt. Die Resonanz ist gut und auch in diesem Jahr haben mehrere Schüler teilgenommen.

Übrigens werden für die Teilnahme an einem Innovations Award und/oder einem Java-Summer-Camp jeweils 10 Punkte für das MINT Zertifikat vergeben.

Stefan Rüth

Lions Quest

Was ist Lions-Quest- „Erwachsen werden“?

Lions-Quest „Erwachsen werden“ ist ein Jugendförderprogramm für 10 bis 14-jährige Mädchen und Jungen, richtet sich also an die Schüler der Sekundarstufe I.
Damit die Lehrer unserer Schule das Programm professionell in der Klasse umsetzen können, wurden sie von speziell ausgebildeten Trainerinnen und Trainern in Seminaren praxisorientiert geschult, begleitet und fortgebildet.
In den 1970er Jahren wurde das Programm von der unabhängigen amerikanischen Stiftung „Quest International“ (Quest, engl. = Suche, Streben) unter dem Namen „Skills for Adolescence“ entwickelt und wird seit 1984 in Kooperation mit Lions Clubs International in heute mehr als 50 Ländern weltweit eingesetzt. In Deutschland wurde das Programm unter dem Namen Lions-Quest „Erwachsen werden“ erstmals 1994 in einer provisorischen Fassung angeboten. Mit Unterstützung durch die Universität Bielefeld (Prof. Dr. Klaus Hurrelmann und Mitarbeiter) fand bis 1997 eine erste angemessene Anpassung des vollständigen Programms an deutsche gesellschaftliche und schulische Verhältnisse in einer 1. Ausgabe des Lehrerhandbuchs „Erwachsen werden“ statt.
Im Mittelpunkt des Unterrichts mit „Erwachsen werden“ steht die Förderung der sozialen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Diese werden nachhaltig dabei unterstützt, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und positive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen und konstruktive Lösungen für Probleme, die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt, zu finden. Gleichzeitig möchte der Unterricht mit diesem Programm jungen Menschen Orientierung beim Aufbau eines eigenen, sozial eingebundenen Wertesystems anbieten. Damit ordnet sich das Konzept von Lions-Quest „Erwachsen werden“ in den Ansatz der Life-Skills-Erziehung (Lebenskompetenz-Erziehung) ein, dem von der aktuellen Forschung die größten Erfolgsaussichten bei der Prävention (selbst-) zerstörerischer Verhaltensweisen (Sucht- und Drogenabhängigkeit, Gewaltbereitschaft etc.) zugesprochen werden. Siehe auch: http://www.lions-quest.de

Achtung Auto

„Achtung Auto!“,
Verkehrserziehung in der Jahrgangsstufe 5

Im November fand die Aktion „Achtung Auto“ auf unserem Schulhof statt. An dem Tag sind der Polizist Herr Klossek und eine Mitarbeiterin des ADAC zu uns gekommen, um ein Verkehrserziehungsprojekt mit uns durchzuführen. Als erstes sollten wir uns in einer Linie aufstellen und losrennen. Dann hat der Polizist „stop“ gesagt und wir mussten ganz plötzlich stehenbleiben. Wir alle sind noch ein bisschen weiter gerannt. Der Polizist hat uns erklärt, dass man von der Reaktion bis zum Anhalten noch Zeit braucht und wir deswegen noch ein Stück weiter gerannt sind. Das nennt man Reaktionsweg. Danach sollten wir wieder losrennen, aber diesmal bis zu einer weißen Linie. Da wir jetzt wussten, wo wir anhalten sollten, sind fast alle auf der weißen Linie stehen geblieben. Jetzt sollten wir abschätzen, wo das Auto, wenn es mit 30 km/h losfährt und auf der weißen Linie bremsen möchte, tatsächlich stehen bleibt. Dann ist das Auto losgefahren und hat gebremst. Fast alle haben sich verschätzt, denn die Kollegin von Herrn Klossek hat zwar auf der weißen Linie zu bremsen versucht, doch das Auto ist noch ein Stück weiter gefahren. Diesen tatsächlichen Weg nennt man Bremsweg. Zusammen ist das die Formel Reaktionsweg+ Bremsweg= Anhalteweg. Dann durften wir uns noch in das Auto setzen und sind mit zehn km/h über den Schulhof gefahren. Plötzlich hat das Auto gebremst, um uns zu zeigen, wie heftig der Ruck ist. Deswegen hat uns der Polizeibeamte gesagt: Immer anschnallen!
Felix Liesegang, Klasse 5e

Schulprogramm

Schulprogramm
In der vorliegenden Form verabschiedet von der Schulkonferenz am 31.5.2016

  • Übersicht:
  • Unterricht
  • Pädagogisches Handeln
  • Schule als Teil der Gesellschaft
  • Öffnung von Schule
  • Aktive Schüler und Eltern
  • Schule in Europa Förderung der Kreativität
  • Schule und Beruf
  • Schule und Sport

Unterricht
Guter Unterricht ist das entscheidende Qualitätsmerkmal einer Schule. Der Unterricht an unserer Schule ist neben den gesetzlichen Vorgaben, Richtlinien und Lehrplänen insbesondere auch geprägt durch Beschlüsse der Mitwirkungsgremien, Erkenntnisse der pädagogisch-didaktischen Forschung und ebenso durch die Interessen der Schüler und Schülerinnen (SuS).
Neben der adäquaten Vermittlung der Fachinhalte werden den SuS Schlüsselqualifikationen (Kompetenzen) vermittelt, die ihnen das Lernen in der Schule und darüber hinaus das lebenslange Lernen ermöglichen sollen. Einige Schwerpunkte dieser Vermittlung sind folgende:

 

Lern- und Arbeitstechniken

In der Erprobungsstufe wird im Fachunterricht kontinuierlich auf die Erweiterung dieser Fähigkeiten geachtet. Zu Beginn stehen Arbeitsplatzgestaltung, Heftführung und Strukturierungshilfen im Vordergrund. Hierzu findet ein schulinternes konzipiertes Verwendung, das zusätzlich der Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus dient. Auch die gezielte Vorbereitung auf Klassenarbeiten wird eingeübt. Gefestigt und erweitert werden diese Kenntnisse zu Beginn des sechsten Schuljahres. In der Projektwoche vor den Herbstferien steht das Thema „Lernen lernen“ im Mittelpunkt. Neben den schon angesprochenen Themen geht es dann u.a. um zeitliche Strukturen für das Lernen und um Entspannungstechniken, die die Konzentration auf das Lernen zum Ziel haben.

 

Medienkompetenz

Eine Welt ohne Medien ist nicht mehr vorstellbar. Insbesondere der Computer nimmt in der Lebens- und Arbeitswelt eine entscheidende Rolle ein. Dem wird an unserer Schule u.a. durch den Unterricht in „informationstechnologischer Grundbildung“ Rechnung getragen. Jeweils ein Halbjahr im 5. und 7. Schuljahr beschäftigen sich die SuS mit der Anwendung von Word, Excel, Power Point und Themen wie Internetrecherche etc. Diese Kenntnisse werden im Fachunterricht aufgegriffen und vertieft.

 

Kooperations- und Teamfähigkeit, Lernklima

Absolute Grundlage für erfolgreiches Lernen ist das Arbeitsklima innerhalb der Lerngruppe. Um dieses so optimal wie möglich gestalten zu können, gibt es an unserer Schule für alle Klassen der Sekundarstufe I eine individuelle Förderstunde mit dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin, genannt IFA-Stunde (individuelle Förderangebote). In dieser haben die Klassenlehrer die nötige Zeit, um fördernde Maßnahmen im Sozial- und Arbeitsverhalten zu ergreifen. Dies erfolgt insbesondere in der Erprobungsstufe intensiv durch Aspekte des Jugendförderprogramms „Lions-Quest“. Die Klassenlehrer sind in der Anwendung des Programms fortgebildet worden und wenden dies kontinuierlich bis zur Jahrgangsstufe 9 an. Aspekte von zentraler Bedeutung umfassen Themen wie „Meine Klasse“, „Stärkung des Selbstvertrauens“ oder „Beziehungen zu meinen Freunden“.
Neben „Lions-Quest“ wird in den Klassen die Methode des Klassenrates eingeübt und angewendet, bei der die SuS eigenständig über aktuelle Themen und Probleme in der Klasse diskutieren und Lösungen entwickeln. Der Lehrer hat dabei eine begleitende/unterstützende Rolle. Viele Probleme können so auf der Grundlage demokratischer Prinzipien aus dem Weg geräumt werden.
Diese IFA-Stunden werden auch für die Arbeit an Fördermaterialien genutzt, die den SuS mehr Sicherheit im Fachunterricht bringen.
Zusätzlich hat der Lehrer in diesen Stunden die Möglichkeit, mit einzelnen SuS Beratungsgespräche zu führen und Organisatorisches mit der Klasse außerhalb des Fachunterrichts zu klären.
Ein Großteil des Kollegiums hat in den letzten Jahren an Fortbildungen zum kooperativen Lernen teilgenommen und diese Form des Unterrichtens zu einem festen Bestandteil des Unterrichts an unserer Schule gemacht.

 

Selbstständiges Denken und Handeln

Durch die schon angesprochenen Methoden im Rahmen des Unterrichts wird die Selbstständigkeit der SuS gefördert. In vielen Unterrichtsstunden wird darüber hinaus auch dem Alter entsprechend auf der Grundlage von Fakten diskutiert und debattiert. Da diese Fähigkeit enorm wichtig ist, ist unsere Schule eine „Jugend debattiert“-Schule. In vielen verschiedenen Fächern wurden und werden Kolleginnen und Kollegen in diesem Themenbereich fortgebildet, um die Debattierfähigkeit der SuS zu verbessern. Neben der unterrichtlichen Debatte können die SuS in einer AG ihre Kenntnisse vertiefen und an Wettbewerben teilnehmen.

 

Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Evaluation schulischen Handelns

Die Schule nutzt die vorgegebenen Maßnahmen der Qualitätssicherung (Lernstandserhebungen in der Jahrgangsstufe 8, Zentrale Klausuren in der Jahrgangsstufe 10, Zentralabitur) und deren Ergebnisse, um die Qualität von Unterricht zu verbessern. So sind die Ergebnisse der genannten Maßnahmen Gegenstand der Lehrerkonferenz, insbesondere der Fachkonferenzen, in denen Konsequenzen aus den Ergebnissen gezogen und in unterrichtliche Aktivitäten umgesetzt werden.
Größere schulische Aktivitäten, wie z.B. die Projektwoche, die Suchtprävention und die Sexualkunde in der Jahrgangsstufe 8 werden evaluiert und dadurch kontinuierlich verbessert.
Die in den Fächern Mathematik und Deutsch durchgeführte Online-Diagnose verdeutlicht den SuS ihren Leistungsstand und ermöglicht das individuelle Angebot von Fördermaterialien zur Verbesserung und Weiterentwicklung. Die im zweiten Halbjahr durchgeführten Nachtests zeigen dann die Lernfortschritte, die den SuS durch Rückmeldungen gespiegelt werden. Die Ergebnisse der letzten Durchgänge zeigen eine positive Entwicklung.
Einige Lehrer nutzen das Ende des Schuljahres oder auch des Halbjahres, um sich von den SuS eine Rückmeldung über ihren Unterricht einzuholen. Hier bietet das Online-Verfahren SEFU eine gute Grundlage. Die Ergebnisse der Rückmeldungen gehen dann in die weiteren Planungen des Unterrichts mit ein.

 

Pädagogisches Handeln

Zusammenarbeit mit den Grundschulen

Unterricht kann nur erfolgreich sein, wenn die SuS angemessen pädagogisch betreut werden. Dies gilt für alle Altersstufen, in besonderem Maß aber für die Erprobungsstufe.
In der Erprobungsstufe wird an die Arbeit der Grundschule angeknüpft. Wir halten deshalb engen Kontakt zu den Grundschulen unseres Einzugsbereichs. Dieser Kontakt wird regelmäßig durch den Koordinator der Erprobungsstufe und durch die Teilnahme von Lehrerinnen und Lehrern der Grundschulen an Erprobungsstufenkonferenzen wahrgenommen. Er wird von Zeit zu Zeit ergänzt durch gegenseitige Unterrichtsbesuche und durch Treffen, bei denen sich Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen und unseres Gymnasiums über fachliche und pädagogische Themen austauschen.
Auf den Erprobungsstufenkonferenzen geht es nicht nur um den reinen Leistungsstand der SuS, sondern insbesondere auch um pädagogische Fragestellungen, die den einzelnen Schüler als Individuum in den Mittelpunkt stellen. Ziel ist es, für jeden die optimale Mischung aus Fordern und Fördern zu ermitteln. Neben den Erprobungsstufenkonferenzen findet für den Jahrgang 5 ein Lehrersprechtag statt. Die ehemaligen Klassenleitungen aus den Grundschulen tauschen sich bereits im Herbst mit den neuen Klassenlehrern darüber aus, wie sich der Übergang eines Kindes von Klasse 4 in Klasse 5 gestaltet hat. Durch diesen Austausch können die neuen Klassenlehrer wichtige Hinweise darüber erhalten, wie sie den Lernweg der Schüler noch besser begleiten und noch individueller auf das einzelne Kind eingehen können.

 

Patenschaften

Jede neue 5. Klasse wird durch SuS der Jahrgänge 8 oder 9 im Rahmen von Patenschaften begleitet. Die Mittelstufenschüler unterstützen die neuen Schüler insbesondere in deren Anfangszeit am Gymnasium Heißen bei gemeinsamen Ausflügen, der Schulrallye oder mitunter auch bei der Kennenlern-Klassenfahrt und stehen ihnen auch in den Pausen zur Verfügung. Ebenfalls den Klassenlehrer kann dieser weitere Baustein des Prinzips „Schüler helfen Schülern“ stark entlasten.

 

Ganztagsbetreuung durch die Diakonie

Gerade zu Beginn der Schulzeit am Gymnasium brauchen die SuS mitunter noch eine besondere Betreuung in schulischen Belangen. Umfassend erfolgt diese in der Ganztagsbetreuung durch die Diakonie. Die Ganztagsoffensive setzt sich aus zwei Angeboten zusammen: Zum einen können Schülerinnen und Schüler, die am Nachmittag noch Unterricht haben, eine „pädagogische Pause“ einlegen. In der Regel von 12.30 bis 13.30 Uhr können sie warm zu Mittag essen. Zudem haben sie die Möglichkeit, ihre Pause unter Anleitung der pädagogischen Fachkräfte nach ihren Interessen zu gestalten.
Die verlässliche Betreuung am Nachmittag, verkürzt auch einfach „13+“ genannt, beginnt in der Regel um 13.30 Uhr und endet um 16 Uhr. Wieder steht dabei ein gemeinsames, warmes Mittagessen am Anfang, bevor es für alle verbindlich an die Hausaufgaben geht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie stehen bei Fragen als Ansprechpartner bereit. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern eine dem Lehrstoff angepasste Unterstützung, die den Anforderungen ihrer Schule gerecht wird. Zudem stehen sie im engen Kontakt mit Lehrern und Eltern.
(Für weitere Infos siehe auch unter: http://www.diakonie-muelheim.de/kinder-schule/weiterfuehrende-schulen/ganztagsoffensive-des-diakonischen-werkes.html)

 

Hausaufgabenkonzept und Förderung

Das Förderband für die Klassen 5 und 6 findet derzeit jeden Dienstag in der 7. Stunde statt. Für die 5. Klassen wird zu Beginn des Schuljahres zunächst ausschließlich eine Hausaufgabenbetreuung angeboten. Durchgeführt wird diese von SchülerInnen aus den 8. und 9. Klassen, betreut durch Herrn Risken. Neben konkreten Hilfestellungen zu den zu erledigenden Hausaufgaben erhalten die Kinder ebenfalls Unterstützung im Bereich „Lernen lernen“. So werden u.a. folgende Aspekte thematisiert: Wie sollte daheim mein Arbeitsplatz gestaltet sein? Wie packe ich meine Schultasche? Wie organisiere ich meinen „Hausaufgabennachmittag“ zuhause? etc.
Für die 6. Klassen gibt es neben der Hausaufgabenbetreuung zusätzliche Förderangebote: Seit nunmehr drei Jahren finden in Blöcken à sechs bis acht Einheiten die sogenannten Förderinseln statt. Diese stellen eine fachlich gebundene Unterstützung durch ältere SchülerInnen dar, die hierbei von den Fachlehrern angeleitet und mit Arbeitsmaterial ausgestattet werden.
Sie werden in sehr kleinen Gruppen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch, im 2. Halbjahr auch in Französisch und Latein durchgeführt.

Neben den Ganztagsschülern erhalten auch die anderen SuS Unterstützung durch die Hausaufgabenbetreuung oder das klar geregelte Nacharbeiten, wenn die Hausaufgaben häufiger nicht angefertigt wurden. Hierzu findet ein zentraler Termin statt, an dem der verpasste Stoff im schulischen Umfeld nachgearbeitet wird. In diesem Rahmen finden in Einzelfällen auch pädagogische Gespräche zwischen Mitgliedern der Schulleitung und dem jeweiligen Schüler bzw. dessen Eltern statt. Wichtige Prinzipien des Umgangs mit Hausaufgaben werden im Hausaufgabenkonzept erörtert, das in regelmäßigen Abständen evaluiert und angepasst wird.

 

Profilkurse

Profilkurse dienen der Begabungsförderung in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik für die Jahrgangsstufe 6 und Französisch und Latein in der Jahrgangsstufe 7. Dies wirdvon den jeweiligen Fachlehrern durchgeführt.
Überdurchschnittlich begabte und interessierte SuS erarbeiten Themen und Aspekte, die bewusst über das im Unterricht Erlernte hinausgehen.
Die Teilnahme am Profilkurs beruht auf der Empfehlung der jeweiligen Fachlehrer und der dann folgenden schriftlichen Einladung der Koordinatorin der Kurse .

 

Doppelsprachenmodell

Besonders begabte und leistungsstarke SuS können ab der Jahrgangsstufe 6 auf eigenen Wunsch und mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten gleichzeitig beide von der Schule angegebenen Fremdsprachen (Französisch und Latein) erlernen, indem sie abwechselnd beide Lerngruppen besuchen und den verpassten Lernstoff jeweils selbstständig nacharbeiten. Eine der beiden Sprachen muss schullaufbahnrechtlich verbindlich festgelegt werden. Das Doppelsprachen-Modell kann zu jedem Halbjahr beendet werden.
Förderung und Beratung
Neben der Förderung in den schon erwähnten IFA-Stunden erfolgt eine besondere Art der Förderung durch die Beratungslehrer.
Auch in den besonderen Schwerpunktbereichen der Schule, dem MINT-Bereich, der Bilingualität und im Rahmen der Europaschule erfolgt eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten, die unter diesen Themenschwerpunkten im Schulprogramm erläutert werden.

3. Schule als Teil der Gesellschaft

Nachhaltigkeit fördern und fordern

Der Schutz der Umwelt bildet bei uns einen Baustein, der sich neben seiner Anbindung an die Lehrpläne der einzelnen Fächer in vielen Projekten/Projekttagen widerspiegelt. Neben dem Mülheim räumt auf-Projekt, bei dem die SuS der Jahrgangsstufen 5 und 6 das Gebiet rund um unsere Schule aufräumen und Müll entsorgen, nehmen wir als Schule am Energiesparprojekt 30-40-30 teil. Bei diesem Projekt verfolgt unsere Schulgemeinschaft das Ziel, über verschiedene Strategien Strom einzusparen, um über Bonusauszahlungen einen Gewinn für unsere Schule zu erzielen. Darüber hinaus soll auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet werden.

 

Sexualaufklärung und Drogenprävention

Sexualität, Infektionen und Sucht sind Themengebiete, deren Relevanz den SuS aller Jahrgangsstufen schrittweise (fächerübergreifend) nähergebracht wird. Dabei finden außerunterrichtliche Informationstage, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und GINKO, statt. Hierzu zählen beispielsweise Besuche von Fachärzten in der Jahrgangsstufe 6 (Frauen- und Männerheilkunde) und Suchtpräventionstage in der Jahrgangsstufe 8.

 

Die Gesellschaft und ich – Ich und die Gesellschaft

Ständige gesellschaftliche Veränderungen erfordern auch kontinuierliche Erneuerungen im Schulleben. Dennoch bilden gemeinsame Normen und Werte die konstante Basis, um ein kooperatives, gewaltfreies und zukunftsorientiertes Zusammenleben zu ermöglichen. Um hier eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, stehen bereits in der Jahrgangsstufe 5, verstärkt in der Jahrgangsstufe 7, Projekte im Bereich der Gewaltprävention im Vordergrund. Die SuS werden sowohl in der Projektwoche als auch an einem Projekttag in Zusammenarbeit mit der AWO mit dem Thema Cyber-mobbing bzw. Mobbing konfrontiert.
Die Erziehung zu sozialem Verhalten wird am Gymnasium Heißen als besonders wichtig erachtet. So verleihen wir in den Eingangsstufen 5 und 6 den „Heißen-Oskar“, eine Auszeichnung, die sich auf die Sozialkompetenz der SuS bezieht und die ein erster Schritt sein soll, in eine Kultur der gegenseitigen Anerkennung hineinzuwachsen. An Schüler höherer Jahrgangsstufen verleiht das Centrum für bürgerschaftliches Engagement Auszeichnungen.
Als Schule ohne Rassismus nehmen wir außerdem am Tag für Afrika teil, bei dem die sportlichen Leistungen der SuS durch private Sponsoren (Eltern etc.) belohnt werden und der Erlös schließlich gespendet wird. In diesem Bereich wird außerdem die Zusammenarbeit mit Love from Africa intensiviert, um den SuS die Möglichkeit zu geben, Neues kennenzulernen und ihren kulturellen Horizont zu erweitern. Des Weiteren ist es unser Anliegen, das von Respekt geprägte Miteinander zu stärken, indem die deutsche Vergangenheit in der Arbeitsgemeinschaft „Lebendige Begegnung mit der Vergangenheit“ für die SuS zum erfahrbaren Gegenstand gemacht wird. Neben dem Besuch eines deutsch-niederländischen Soldatenfriedhofs und dem Besuch eines Bunkers aus dem 2. Weltkrieg bildet eine Studienfahrt nach Auschwitz den Abschluss der zweijährigen Arbeit mit Jugendlichen der Sekundarstufe II.
Darüber hinaus bietet unser Altenprojekt die Möglichkeit eines generationenübergreifenden Austauschs, bei dem Jung und Alt sich gegenseitig kennenlernen, unterstützen und bei gemeinsamen Veranstaltungen (Backen, Kochen, Spielen etc.) voneinander lernen.

 

Die Welt in Heißen – die Welt sind wir!

Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, einheimischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam mit Seiteneinsteigern (Schülern, die ohne Deutschkenntnisse zu uns kommen) die Möglichkeit zu eröffnen, Erfahrungen zu sammeln und gemeinsame Berührungspunkte zu schaffen, um eine erfolgreiche Integration, ausgehend von beiden Seiten, zu fokussieren. So wie wir von und mit den SuS in der täglichen Arbeit lernen, können auch die SuS untereinander von- und miteinander lernen, was das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identifikation stärkt. Im Vordergrund stehen dabei gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, Ausflüge, Rollenspiele, internationale Musik und Lesungen, um auch den Aspekt der Kreativität zu stützen und immer die eigene Identität/Kultur zu präsentieren, denn jeder von uns kann ganz individuell unsere bunte Gesellschaft mitgestalten und zu einer friedlichen und bereichernden Gemeinschaft machen.

 

4. Öffnung von Schule

Kooperation mit außerschulischen Partnern

Zahlreiche Unterrichtsvorhaben und außerunterrichtliche Projekte finden in Kooperation mit öffentlichen Einrichtungen, Vereinen, Firmen, Universitäten und Kirchengemeinden statt.
So hat sich im Fachbereich Chemie die Zusammenarbeit mit dem in Mülheim ansässigen Max-Planck-Institut und der Bayer AG sowie in den Fachbereichen Physik, Informatik und Chemie mit der Hochschule Ruhr-West etabliert. Erfahrungen im Rahmen der Schüler-Uni können unsere SuS respektive ihrer individuellen Interessen an den Universitäten Dortmund, Bochum, Duisburg-Essen und Enschede sammeln, die neben Schnuppertagen auch gezielt Praktika oder Projekte für Schülergruppen oder einzelne SuS anbieten.
Die Unterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung stellen einen weiteren Schwerpunkt der Kooperation mit den Universitäten und dem Institut GFOS (Gesellschaft für Organisationsberatung und Softwareentwicklung) dar. Unsere Schule nimmt an der NEPS-Studie (National Educational Panel Study) teil, welche die Lernentwicklung der SuS über viele Jahre hin begleitet.
Zur Vorbereitung der Studien- oder Berufswahl führt die Agentur für Arbeit eine Studien- und Berufswahlberatung durch. Die dieser Beratung vorausgehende Potentialanalyse obliegt dem Mülheimer Institut bbwe.

 

Kooperation mit dem Wennmann-Haus

Unterschiedlichste Aktionen unserer Schule finden ihre Unterstützung durch diese Kinder-Jugend- Einrichtung. Unter anderem lernen unsere 5. Klassen das Wennmann-Haus schon in ihren ersten Schulwochen kennen, wenn die MitarbeiterInnen ihre Angebote vor Ort präsentieren. Auch werden in der Mittelstufe Potentialanalysen der Agentur für Arbeit hier durchgeführt.

 

Kooperation mit der Polizei

Verschiedene Projekte, wie z. B. das Verkehrspräventionsprojekt „Achtung Auto“ im 5. Schuljahr oder die Suchtprävention im 7. Schuljahr werden ebenso wie die monatlich stattfindende Polizei-Sprechstunde von speziell im Umgang mit SuS geschulten Beamten der Polizei durchgeführt.

 

Kooperation mit den anderen Europaschulen der Stadt Mülheim

Das Programm der Europawoche schließt immer eine gemeinsame Veranstaltung mit den anderen Europaschulen Mülheims ein. Der Wettbewerb um den Europa-Pokal der Europaschulen Mülheims motiviert SuS der jüngeren Jahrgänge, gemeinsam mit den Schülern der anderen Schulen ihr Wissen über Europa zu erweitern. Das Gespräch mit namhaften Politikern des Landes aktiviert die SuS der oberen Jahrgänge.

 

Kooperation mit den Grundschulen

Gemeinsame Aktionen der umliegenden Grundschulen mit der weiterführenden Schule, wie z.B. Feiern, die Kerzenzieh-Aktion Adveniats im Gymnasium Heißen und Konzerte, dienen einerseits der Erleichterung des Übergangs der Grundschüler, andererseits der Förderung der sozialen Verantwortung der älteren Schüler. Die Sanitäterinnen und Sanitäter des Gymnasiums Heißen begleiten Veranstaltungen der Grundschulen, wie Sportveranstaltungen, Martinszug etc.

 

Kooperation mit dem ASB

Mitglieder des Arbeitersamariterbundes tragen Verantwortung für die Aus- und Weiterbildung der Schulsanitäterinnen und –sanitäter.

 

Schulgottesdienste

Regelmäßig finden im Schuljahr in den benachbarten Kirchengemeinden, in der evangelischen Erlöserkirche und in der katholischen Kirche St. Theresia, ökumenische Gottesdienste statt. So feiern hier die Fünftklässler den Beginn wie auch die Abiturienten den Abschluss ihrer gemeinsamen Schulzeit. Schulgottesdienste eröffnen und schließen das Schuljahr und stimmen auch auf besondere christliche Feste ein.

 

Zusammenarbeit mit der Bücherei

Eine Filiale der Stadtbücherei befindet sich bei uns im Souterrain des Gymnasiums Heißen. Die SuS werden zu Beginn der Erprobungsstufe in die Bücherei eingeführt und können dort auch in den Pausen Bücher ausleihen. Den Oberstufenschülern stehen hier ruhige Arbeitsplätze sowie zusätzliche Recherchemöglichkeiten zur Verfügung. Die Räumlichkeiten der Bücherei bieten der Schule die Möglichkeit, Kultur- und Informationsveranstaltungen oder Präsentationen der Ergebnisse des Unterrichts durchzuführen.

 

Kooperation im Bereich Sport

Der Aero-Club Mülheim Ruhr ermöglicht SuS unserer Schule den Erwerb des Segelflugscheines.
Unsere Kooperation mit dem TSV Heimaterde eröffnet kampfsportinteressierten SuS Trainingsmöglichkeiten in diesem Bereich.
Seit mehr als 20 Jahren kooperiert unsere Schule in Form einer „Kanu- und Umwelt-AG“ mit dem Mülheimer Kanuverein. Schülerinnen und Schüler der Unterstufe nehmen zwischen Oster- und Herbstferien einmal in der Woche an dieser Arbeitsgemeinschaft teil, die von der Übungsleiterin Frau Ute Römer (die ebenfalls für die Diakonie unsere Ganztagsgruppe betreut) und von Frau Heitkamp geleitet wird.

 

Darstellung der Schule nach Innen und Außen

Am Tag der offenen Tür sowie bei Veranstaltungen der Schule, die für die Öffentlichkeit von Interesse sind, wie z.B. Konzerte, Lesungen, Europa-Veranstaltungen oder Theateraufführungen, steht die Schule allen Interessierten offen.

 

„Neues Vom Gymnasium Heißen“

Drei- bis viermal im Schuljahr informiert die Schulzeitung „Neues vom Gymnasium Heißen“ über alle wichtigen die Schulgemeinde betreffenden Ereignisse und präsentiert den aktuellen Terminplan. Lehrer, Schüler und Eltern haben hier ein Forum für die Darstellung des Schullebens.

 

Schulpartnerschaften

Internationale Austauscherfahrungen können unsere SuS mit unseren Partnerschulen in Beykoz (Türkei), Opole (Polen), Tours (Frankreich), Slupsk (Polen), Qalqilya (Palästina) sammeln.

 

PAD

Als Partnerschule des PAD (Pädagogischer Austauschdienst) ist das Gymnasium Heißen alljährlich Gastgeber für die Preisträger des PAD, d. h. für die SuS, die sich an den deutschen Schulen in ihren Heimatländern durch besonders gute Deutschkenntnisse ausgezeichnet haben.

 

Auslandsschuljahr/Praktikum

Zahlreiche Schüler des 10. Jahrgangs absolvieren ein halbes oder ein komplettes Schuljahr an einer Schule in einem Land ihrer Wahl. Ebenso kann das dreiwöchige Berufspraktikum im Ausland abgeleistet werden.

 

CBE

Die Aktivitäten des CBE (Centrum für bürgerschaftliches Engagement) erlauben die Auszeichnungen unserer SuS für besonderes Soziales Engagement oder für besondere Leistungen.
Agentur für Arbeit
Die Beratung durch Vertreter der Agentur für Arbeit ergänzt die schulische Studien- und Berufsberatung.

 

5. Aktive Schüler und Eltern

Arbeitsgemeinschaften

Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, initiiert von Lehrerinnen und Lehrern, SuS ebenso wie von Eltern und außerschulischen Partnern, offerieren den Lernenden ein breites Erfahrungsspektrum außerhalb des Unterrichts. Zum Beispiel erlaubt es die Segelflug AG den Schülerinnen und Schülern , dem Schulalltag – im wahrsten Sinne des Wortes -zu entschweben, die Perspektive zu wechseln und den Blick von oben auf die Schule zu werfen. Andere AGs wie die Streitschlichter und die Mitglieder der Babysitter AG werden direkt vor Ort tätig und sozial aktiv.

 

Schulsanitäter

Die Schulsanitäter helfen in Notfällen in der Schule, begleiten jedoch auch außerschulische Aktionen unserer SuS sowie Veranstaltungen unserer außerschulischen Partner, wie z.B. der umliegenden Grundschulen (z.B. beim St. Martinszug o. Ä.).

 

Förderinseln/ Individuelle Förderung

Notfälle anderer Art löst die Initiative „Schüler helfen Schülern“. Im Rahmen von „Förderinseln“ können SuS mit Unterstützung älterer Mitschüler versäumten Unterrichtsstoff nacharbeiten. In Begleitung von Lehrern haben sie die Möglichkeit, besondere Interessen über den im Unterricht erarbeiteten Stoff hinaus zu erweitern, Zertifikate zu erwerben oder sich auf Wettbewerbe vorzubereiten.

 

Altenprojekt

Das Altenprojekt ermöglicht Begegnungen mit Seniorinnen und Senioren des Stadtteils, die monatlich zu Spielenachmittagen und Kaffeetrinken in der Schule zusammenkommen. Projekte, wie das Schreiben und Veröffentlichen eines gemeinsamen Buches mit dem Titel „Jedes Leben ist ein Schatz“, intensivieren die Beziehungen und das Verständnis der verschiedenen Generationen füreinander.

 

Lebendige Vergangenheit

In Kooperation mit unserer Partnerschule in Opole bereiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser AG eine in zweijährigem Turnus stattfindende Exkursion nach Auschwitz vor.

 

Projekte der SV

Die Schülervertretung setzt sich mindestens einmal pro Woche mit der positiven Weitergestaltung des Schulalltags auseinander.
Sie hilft in Zusammenarbeit mit den anderen Gremien der Schule bei der Mitgestaltung und Organisation von Veranstaltungen. Neben vielen ehrenamtlichen Aktionen, wie der Sammlung von Spenden am Welt-Aids-Tag und der monatlichen Spende an ein indisches Patenkind, steht die SV in erster Linie für die Arbeit von Schülern für Schüler, was beispielsweise die Ausrichtung einer jährlichen Unterstufenparty beinhaltet.
Für die gewählten Klassensprecher und Klassensprecherinnen führt die SV Seminare zur Erarbeitung neuer Projekte sowie zur Reflexion der SV-Arbeit durch, um auf schulischer Ebene Gestaltungs- und Teilhabemöglichkeiten aufzuzeigen.

 

Schulpflegschaft

Die Mitglieder der Schulpflegschaft engagieren sich auch außerhalb der Gremienarbeit mit sehr großem Einsatz in vielen Bereichen des Schullebens. Am Tag der offenen Tür begleiten sie die Eltern der neuen Schüler durch die Schule. In der Landeselternschaft vertreten sie die Interessen unserer SuS .

 

Förderkreis

Dem Förderkreis gehören etwa zwei Drittel der Eltern unserer Schülerschaft an, die ihre Aufgabe darin sehen, zum Wohle aller SuS tätig zu werden. Gefördert werden kleinere und größere Anschaffungen für die Schule, wie z.B. der Kauf von Experimentiergeräten für die Naturwissenschaften, die Finanzierung eines Wasserspenders für die SuS oder die Bereitstellung eines Preises für den Lesewettbewerb. Eine andere wichtige Aufgabe besteht in der Unterstützung bedürftiger SuS bei Klassen- oder Kursfahrten.

 

6. Europaschule

Im November 2011 wurde das Gymnasium Heißen offiziell mit dem Titel „Europaschule in NRW“ ausgezeichnet und damit für den besonderen Einsatz im Bereich der Europabildung geehrt. Bei der Verleihung der Urkunde im Düsseldorfer Landtag erklärte Schulministerin Silvia Löhrmann: „Europaschulen in NRW liefern durch ihr Engagement und ihre Kreativität positive Impulse für die Europabildung. Europaschulen machen ihre Schülerinnen und Schüler fit für das Leben und Arbeiten in Europa und öffnen die Bereitschaft für persönliche Kontakte durch schulische und außerschulische Aktivitäten.“
Am Gymnasium Heißen ist das Thema Europa auf vielfältige Weise in den Schulalltag integriert.
Bereits seit 1995 hat unsere Schule einen bilingualen Zweig eingerichtet, in dem der Unterricht in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Biologie in englischer Sprache erfolgt. Zudem haben alle SuS die Möglichkeit, internationale Sprachzertifikate in den Sprachen Englisch (CAE) und Französisch (DELF) zu erwerben.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden internationale Austausch- und Begegnungsprogramme. Es bestehen derzeit Partnerschaften mit Schulen in Beykoz/Istanbul in der Türkei und mit Opole in Polen. Zudem hat im letzten Jahr erstmals eine Schülergruppe der Jahrgangsstufe 9 das Lycée Descartes in Tours/Frankreich besucht. Des Weiteren sind jedes Jahr Jugendliche aus der ganzen Welt zu Gast, die als Stipendiaten des Pädagogischen Austauschdienstes den deutschen Schulalltag kennen lernen.
Vielfältige Projekte zu europäischen Inhalten werden im Unterricht der unterschiedlichsten Fächer oder im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften veranstaltet. In der Vergangenheit haben SuS der Jahrgangsstufe Q1 beispielsweise in einem Gespräch mit dem Europaabgeordneten Jens Geier aktuelle europäische Themen diskutiert. Sozialwissenschaftskurse der Jahrgangsstufen Q1 und Q2 waren zu Besuch beim Europäischen Parlament in Brüssel. In Kooperation mit den zwei weiteren Mülheimer Europaschulen fand ein Europaquiz statt, bei dem insgesamt 200 SuS, darunter die Jahrgangsstufe 6 des Gymnasiums Heißen, ihr Wissen zum Thema Europa präsentierten und um den Wanderpokal der Mülheimer Europaschulen kämpften. Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie vielfältig das Thema Europa mit SuS der unterschiedlichen Altersgruppen gestaltet werden kann.
Um die SuS auch auf die zunehmende Verflechtung der Wirtschaft und die neuen Anforderungen auf dem internationalen Arbeitsmarkt vorzubereiten, bietet unsere Schule darüber hinaus die Möglichkeit, das Betriebspraktikum im Ausland zu absolvieren.
All diese Aktivitäten verdeutlichen, dass die europäische Idee im Schulalltag sehr lebendig und das Thema Europa im modernen Schulleben ein wichtiger Bestandteil ist, der in einer sich zunehmend internationalisierenden Welt immer mehr in den Vordergrund rückt. Auch in Zukunft wird das Gymnasium Heißen aktiv daran arbeiten, sein Europaprofil weiter zu stärken.

 

7. Förderung der Kreativität

Kunst und Musik

Der Unterricht in diesen Fächern hat eine wichtige Ausgleichsfunktion gegenüber den naturwissenschaftlichen Fächern und fördert den Kompetenzerwerb aller fachlichen Ausrichtungen.

Im Differenzierungsbereich der Jahrgangsstufe 8/9 haben die SuS die Möglichkeit, ein Wahlpflichtfach im künstlerisch-gestalterischen Bereich zu wählen, das sowohl theoretisch-historische Fakten abdeckt als auch die praktischen Fertigkeiten weiter schult.

Zur Förderung der musikalischen Kompetenzen und Interessen bietet das Gymnasium Heißen neben der Big Band, in der vielfältig instrumental gearbeitet wird, auch die Chor-AG an, in der Groß und Klein ihre gesanglichen Fähigkeiten ausleben.

Einmal jährlich gibt es zudem ein Schülerkonzert, das meist im November stattfindet. Des Weiteren erfolgen Auftritte der einzelnen Projektgruppen am Tag der offenen Tür, bei der Zeugnisverleihung der Abiturientinnen und Abiturienten etc.

 

Schülerwettbewerbe

Die Schule unterstützt aktiv die Beteiligung von SuS an überschulischen Wettbewerben. Dies ist angesichts der wachsenden Zahl von SuS mit herausragenden Leistungen und besonderem Engagement in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften wie Biologie, Chemie und Physik sowie Technik) unumgänglich. Die MINT-EC-Schulen haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Nachwuchs, der vor allem in den MINT-Fächern begabt und interessiert ist, zu fördern. Hierdurch können sie durch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben im Rahmen eines Punktesystems im Laufe ihrer Schullaufbahn Punkte sammeln, um ein MINT-EC-Zertifikat als Auszeichnung zu erwerben. Dieses Zertifikat soll das überragende Engagement würdigen und den Jugendlichen im Bewerbungsprozess bei Studien- und Berufswahl aktiv unterstützen.
Es finden momentan folgende Wettbewerbe statt:

-Känguruwettbewerb
Mathematik-Olympiade
-Bio-logisch
-Biologie-Olympiade
-Chemie-Olympiade
-Chemie – die stimmt!
Physik-Olympiade
-Freestyle-physics
-Jugend forscht
-Informatik-Biber
Diese Auswahl zeigt die Bandbreite der naturwissenschaftlichen Fächer. Diese Wettbewerbe sind sowohl auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen begrenzt als auch teilweise bundesweit organisiert. Die Intention dieser Wettbewerbe ist zum einen eine Breitenförderung und zum anderen eine Spitzenförderung. Je nach Jahrgangsstufe und den individuellen Voraussetzungen werden die SuS von den jeweiligen Fachlehrern auf die Wettbewerbe angesprochen und durch sie begleitet. Es können sich selbstverständlich auch Interessierte bei den Fachlehrern persönlich melden.
Die Preisträger können Praktika, Exkursionsreisen, Geldbeträge oder Sachpreise wie Fachliteratur, Experimentierkästen und anspruchsvolle Strategiespiele gewinnen. Die Sponsoren sind namhafte Großunternehmen, Firmen, Verlage und Verbände.

 

Theater bzw. Literaturkurs

Das Gymnasium Heißen besuchen SuS aus Mülheim und Essen. Aufgrund des Einzugsbereichs und der Lage der Schule sind kulturelle Einrichtungen in beiden Städten vielen SuS vertraut. Beide Städte besitzen, insbesondere im Theaterbereich, ein vielseitiges Programmangebot. Vor allem das Theater Mülheim an der Ruhr wird ab Klasse 5 von unserer Schule besucht sowie theaterpädagogische Angebote in allen Klassenstufen genutzt.
In der Regel wird in der Stufe Q1 ein Literaturkurs angeboten. Die Konferenz der Kurslehrkräfte setzt sich aus zwei Literatur-Lehrkräften zusammen. Durch die personelle Ausstattung wurden bisher nur Literaturkurse angeboten, die den Bereich Theater umfassten. Durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Lehrkräfte in allen drei Inhaltsfeldern („Theater“, „Schreiben“ und „Medien“) sichert die Schule jedoch das vielfältige, qualifizierte Angebot in Literatur und erweitert kontinuierlich auch das Reservoir der kreativen Gestaltungsmöglichkeiten. Erstmals findet im Jahrgang 2015/16 eine Arbeit mit dem Schwerpunkt Theater statt, der sich übergreifend mit dem Medium (Kurz-)Film auseinandersetzt.
Im Selbstverständnis der Schule, die Persönlichkeiten der SuS ganzheitlich zu bilden und Toleranz zu leben, kommt der Konferenz der Kurslehrkräfte Literatur die wichtige Funktion zu, die sprachlich-künstlerischen Fähigkeiten der Lernenden zu entwickeln, ihre Kreativität auf diesem Feld zu fördern und Offenheit Fremden gegenüber, d.h. Verständnis für eine Vielfalt von Interpretationsmöglichkeiten, zu wecken. Die Bereiche Theater und Film präsentieren ihre Produkte öffentlich gegen Ende des 2. Schulhalbjahres. Üblicherweise finden die Präsentationen in den Räumlichkeiten der Stadtteilbücherei statt. Sollte in Zukunft der Bereich „Kreatives Schreiben“ angeboten werden, hängen die Präsentationsformen von den jeweiligen entstandenen Produkten ab. Denkbar sind folgende Formen: Lesung, literarisches Café, Anthologie in Form eines Readers, performative Darbietungsformen. Darüber hinaus bieten sich in allen drei Bereichen vielfältige Möglichkeiten, das kulturelle Leben der Schule zu bereichern: am Tag der offenen Tür, dem Kennenlern-Nachmittag für neue SuS, Abschlussfeiern und Schulfeste – wobei hier je nach Inhaltsfeld der Stand der Erarbeitung bestimmt, ob Präsentationen in diesen Bereichen stattfinden (können). Unabhängig davon wird die Projekt- und Produktorientierung aller Literaturkurse in besonderem Maße dem Ziel der Schule gerecht, die Lehr- und Lernprozesse im Sinne eines eigenverantwortlichen, kooperativen und ergebnisorientierten Handelns anzulegen.

 

8. Berufsorientierung und Schülerbetriebspraktikum

Das Ziel unserer Arbeit im Bereich der Berufs- und Studienorientierung besteht darin, den SuS möglichst viele Perspektiven zu eröffnen, die sie beschreiten können, um ihren beruflichen Weg zu finden. Sie sollten zum Zeitpunkt des Verlassens unserer Schule in der Lage sein, sich für eine Berufsausbildung und/oder ein Studium zu entscheiden. Unabhängig davon, wofür sie sich entscheiden, sollte die Wahl so ausfallen, dass Begabungen und Interessen im Einklang zueinander stehen.
Die erste wichtige Maßnahme stellt die Potenzialanalyse in der 8. Jahrgangsstufe dar. In einer Art Assessment-Center wird einerseits untersucht, welches Geschick die SuS im Umgang mit verschiedenen Materialien besitzen, andererseits analytisch betrachtet, inwieweit sie teamfähig sind. Es geht nicht darum, einen konkreten Beruf zu empfehlen. Dafür ist der Zeitpunkt zu früh. Viele Potenziale werden in den darauf folgenden Jahren noch entwickelt.
In der neunten Jahrgangsstufe nehmen die SuS an drei Berufsfelderkundungen teil: 1. am sechstägigen Sozialpraktikum, 2. an einer Einführung in den Alltag einer praxisorientierten Hochschule, der HRW in Mülheim an der Ruhr und 3. am Boys‘ bzw. Girls‘ Day, der normalerweise im April jeden Jahres stattfindet, damit SuS Arbeitsfelder kennenlernen können, die nicht geschlechtsspezifisch sein sollen.
Weiterhin werden die SuS in den Fächern Deutsch und Politik auf das schulische Betriebspraktikum vorbereitet, so dass sie in der Lage sind, sich selbstständig einen für sie geeigneten Praktikumsplatz zu suchen.
Die zehnte Jahrgangsstufe (EF) wird geprägt durch das dreiwöchige schulische Betriebspraktikum, das sie auch im Ausland absolvieren können und das folgende Ziele verfolgt:
Einblick in die Anforderungen am Arbeitsplatz und somit Erweiterung des Blickfeldes über den Schulalltag hinaus
realistischer Vergleich der Anforderungen in Schule und Beruf (mit dem erhofften Nebeneffekt eines Motivationsschubes für den Schulalltag)
keine gezielte Vorbereitung auf einen bestimmten Beruf
Während der Qualifikationsphase in der 11. (Q1) und 12. Jahrgangsstufe (Q2) werden die SuS intensiv von der Arbeitsagentur beraten. Sie besuchen die Ausbildungsmesse ROBIS, die von den Rotariern veranstaltet wird. Ein Bewerbungstraining findet in der Schule statt. Darüber hinaus werden den SuS die verschiedensten Informationsveranstaltungen angeboten, in deren Rahmen sie Auskunft über verschiedene Berufs- und Studienmöglichkeiten erhalten.

 

9.Schule und Sport

Am Gymnasium Heißen trifft man auf ein vielfältiges Sportangebot, sowohl im Unterricht als auch in Form außerunterrichtlicher Aktivitäten. Die Ausstattung in unserer großen Dreifachhalle lässt kaum Wünsche offen. Zusätzlich stehen der Sportplatz am Amundsenweg für den Sportunterricht im Freien sowie Schwimmzeiten im Friedrich-Wennmann-Bad zur Verfügung. Die Unterrichtsinhalte in Sport (s. schulinterner Lehrplan) werden durch eine Sport- oder Skifahrt in Jahrgangsstufe 7 ergänzt.
Fester Bestandteil unseres schulinternen Curriculums sind das Turnfest für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 sowie das Deutsche Sportabzeichen in der Leichtathletik für die gesamte Sekundarstufe I. Weitere Highlights sind die Spieleturniere für die Sekundarstufe I (Klasse 5: Völkerball, Klasse 6: Fußball, Jahrgangsstufe 7: Basketball, Jahrgangsstufe 8: Badminton, Jahrgangsstufe 9: Volleyball), die jedes Jahr in der Woche vor den Osterferien stattfinden. Auch das Volleyballturnier („Mitternachtsbaggern“) für die Oberstufe und das Fußballturnier, in dem neben dem aktuellen Abiturjahrgang auch ehemalige Schüler und Lehrer antreten, sind eine Besonderheit unserer Schule.
Die Teilnahme an Stadtmeisterschaften (u.a. Geräteturnen, Volleyball, Fußball, Handball, Tennis, Badminton, Schwimmen) und weiteren Sportwettkämpfen (Milchcup, Tischtennisturnier, Willi- Wülbeck-Lauf, Sparkassen Soccer Cup, Changing Teams Fußballturnier) gehört ebenfalls zu unseren regelmäßigen Sportaktivitäten. Auch beim Mülheimer Drachenbootrennen sind fast jedes Jahr ein Schüler- und ein Lehrerboot vertreten.
Im Nachmittagsbereich können die SuS darüber hinaus an Sport-AGs (z.B. Einrad-AG, Segelflug-AG, Jiu-Jitsu-AG) teilnehmen.

Projektkurs Verhaltensbiologie

Projektkurs Verhaltensbiologie

 

Einladung zur Präsentation der Ergebnisse der Arbeiten

 

Die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses haben auch in diesem Jahr wieder interessante Arbeiten vorgelegt.

Ihre Ergebnisse werden die Schülerinnen und Schüler jeweils anhand einer ca. 10 minütigen Power-Point-Präsentation in der Schule vorstellen. Dazu sind alle Interessierten herzlichst eingeladen. Die Präsentationen finden an folgenden Terminen im Biologieraum 1 im C-Turm statt:

 

Mittwoch, 15.06., 18.00 – ca. 19.15 Uhr

  • Das Sozialverhalten von Problemhunden
  • Begrüßungsrituale bei Lehrern
  • Die Auswirkungen von Product Placement in YouTube Videos auf das Kaufverhalten
  • Vergleich zwischen dem Löwen in freier Wildbahn und in der Gefangenschaft
  • Belohnungsaufschub bei Kindern

 

Donnerstag, 16.06., 18.30 – ca. 19.45 Uhr

  • Verhalten von Pferden ohne Mutter
  • Wie verhalten sich Streifenhörnchen im Winter im Vergleich zum Frühling?
  • Herdenverhalten von Pferden
  • Verhaltensgegenüberstellung von Mensch und Menschenaffe
  • Das menschliche Gehirn – Fehlfunktionen des Kleinhirns
  • Veränderung des Verhaltens einer Katze durch operante Konditionierung

 

  1. Guderley