DELE  – Sprachprüfung Spanisch

Am letzten Samstag im November fanden sich 7 Schüler und Schülerinnen der Q2 (Nick Ball, Aliyah Becker, Julian Behmenburg, Meriam Gharbi, Caroline Schacht, Marie Schäfermeier und Ricarda Zimmermann) am Georg-Büchner-Gymnasium in Düsseldorf ein, um dort die dele-Prüfung (Diploma de Español como Lengua Extranjera) abzulegen. Leon Zenone aus der Jahrgangsstufe 9 hat die dele-Prüfung am Gymnasium Essen-Borbeck abgelegt.
Mittlerweile sind auch schon die Ergebnisse da: Alle waren erfolgreich! Herzlichen Glückwunsch!

M. Bosse

 

Caroline Schacht erzählt euch vom Prüfungstag:

Unsere Prüfung begann am 25. November 2017 um 8:30 Uhr in Düsseldorf. Wir haben uns nach individueller Anreise in der Schule, in der wir geprüft  wurden, getroffen und haben gewartet bis die erste Prüfung losging. Während dieser Wartezeit stieg die Nervosität noch ein bisschen mehr und wir waren gespannt, was auf uns zukommt.

Der erste Teil der Prüfung war das Leseverstehen. Wir hatten 50 Minuten Zeit, um verschiedene Fragen und Texte zu lesen und damit bestimmte Aufgaben zu erledigen. Mit Beginn der ersten Prüfung legte sich ein bisschen die Nervosität und nach dem ersten Prüfungsteil folgte dann das Hörverstehen. Davor hatte ich persönlich die größte Angst. Auch wenn die Erklärungen der Aufgaben immer gefühlt einfacher zu verstehen waren als die Aufgaben selbst, haben wir alle auch den Teil ganz gut gemeistert.

Nach kurzer Verschnaufpause ging es dann in den vorletzten Teil des (doch recht langen) Prüfungstages: Das Schreiben. Zu jeweils zwei Aufgaben mussten wir mit einer begrenzten Anzahl an Wörtern einen kurzen Text schreiben. Dies erwies sich als schwieriger als gedacht, da es komplizierter war einen Text mit einer begrenzten Anzahl an Wörtern zu schreiben, als man sich das vorher vorgestellt hat.

Mit der Abgabe dieses Prüfungsteils begann die lange Wartezeit bis zu der mündlichen Prüfung. Die Leute aus meiner Stufe und ich waren die letzten Prüflinge des Tages, weshalb wir lange auf unsere Prüfung warten mussten. Da wir aber nicht einfach stundenlang in der Schule warten wollten,  haben wir uns entschlossen erst alle zusammen etwas essen zu gehen und hinterher ein bisschen über die Königsallee zu laufen. Bei gefühlt -100° Celsius -draußen war es zwar sehr kalt- war es dennoch eine sehr lustige Wartezeit.

Pünktlich zu den ersten mündlichen Prüfungen sind wir wieder zusammen zurück zur Schule gefahren. Nun wurden wir nacheinander in den Vorbereitungsraum gebracht und hatten genau zwölf Minuten Zeit, um zwei Aufgaben vorzubereiten. In der ersten Aufgabe musste ich ein Bild beschreiben und anschließend inhaltlich darauf genauer eingehen. Im zweiten Teil sollte ich über eine Geburtstagsfeier sprechen und erklären wie ich eine Feier planen würde. Trotz großer Aufregung vor der Prüfung war das freie Sprechen mit den Prüfern sehr spannend und man konnte beweisen, wie gut man sich schon auf Spanisch verständigen kann. Nach einem ca. zehnminütigen Gespräch ging dann für mich mit dieser mündlichen Prüfung um 16 Uhr der Prüfungstag zu Ende.

Trotz kleiner Pausen und Wartezeiten zwischen den jeweiligen Prüfungen, war der Tag eine sehr schöne und, wie wir jetzt wissen, für uns alle auch eine erfolgreiche Erfahrung.

Caroline Schacht, Q2

Hola!

Hola!


ich heiβe Anna Gutiérrez und ich komme aus Spanien. Ich wohne in Bellpuig (Lleida) (Katalonien) und bin Deutschlehrerin am Gymnasium Manuel de Montsuar. Glücklicherweise bin ich in Mülheim an der Ruhr für eine Hospitation, die 3 Wochen dauert. Ich besuche verschiedene Klassen und beobachte wie die Lehrer unterrichten. Es gibt viele Unterschiede zwischen beiden Ländern. Der gröβte Unterschied ist das Schulsystem. In Spanien ist das Schulsystem anders,  nach der fünften Klasse gehen die Schüler zusammen ins Gymnasium. In Deutschland sind die Schüler auf vier Schultypen verteilt (Hauptschule, Gesamtschule, Realschule und  Gymnasium), entsprechend ihrer Schulnoten. Im Vergleich zu Spanien sind wahrscheinlich daher die Schüler auf dem Gymnasium sehr lieb, ihr Verhalten ist wirklich gut und sie haben mehr Lust auf Lernen.
Bis jetzt habe ich viel gelernt und es ist erst eine Woche vergangen. In  der ersten Woche habe ich verschiedene Stufen beobachtet, nicht nur Deutsch sondern auch Französisch, Sport oder Biologie in der Inklusionsklasse. Wenn alles in Ordnung ist, begrüβen die Schüler ihre Lehrer mit einem herrlichen ”Guten Morgen, Herr/Frau….. “!, dann herrscht Stille. Die Lehrer fangen mit den Hausaufgaben an, dann folgt  eine Zusammenfassung von der letzten Stunde und sie stellen  eine Frage oder es wird ein neues Thema vorgestellt. Es ist überraschend, wie  groβ die Motivation der Schüler ist. Die Schüler melden sich, wenn sie eine Antwort geben wollen, sie respektieren sich und sie sprechen klar und deutlich, ohne Angst davor, sich zu irren. Im Unterricht wird viel mehr gesprochen als in Spanien, alle schreiben mit einem Füller und nach den Übungen versuchen die Schüler die guten und positiven Aspekte der Erarbeitung zu nennen, oder was bzw. wie sie sie verbessern könnten. Die Unterrichtstunden dauern 45 Minuten, und sie haben kaum Hausaufgaben auf.
Abschlieβend möchte ich erwähnen, dass es für mich eine  groβe Gelegenheit ist, im Gymnasium Heiβen meine Erfahrung zu erweitern. Auβerdem wollte ich betonen, wie nett und freundlich die Lehrer sind, die Schüler haben einfach Glück!
Diese Hospitation in Mülheim an der Ruhr lohnt sich! ¡Hasta pronto!