Gymnasium Heißen als MINT Excellence-Center

Veröffentlicht am

Seit 2003 ist das Gymnasium Mitglied im Verein MINT-EC, die ersten zwei Jahre im Stadium der Anwartschaft, danach als vollwertiges Mitglied.

Der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V. (Verein MINT-EC) ist eine Initiative der Arbeitgeber. Ziel ist es, mehr Nachwuchs für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die „MINT-Fächer“, zu begeistern. Zugang zum MINT-EC-Netzwerk erhalten Schulen nur über ein bundesweit einmaliges Auswahlverfahren. Die begehrte Mitgliedschaft im Verein MINT-EC wird Schulen dann zuerkannt, wenn sie besonders tragende Konzepte in den MINT-Fächern nachweisen können. Es werden Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die Leitungsebene durchgeführt und Unterstützung bei der Suche nach Kontakten geboten.

Der Verein MINT-EC hat im Jahr 2009 sein 10-jähriges Bestehen mit einer Festveranstaltung im Rahmen der Schulleitertagung in Saarbrücken gefeiert. Inzwischen gibt es mehr als 100 Gymnasien in der Bundesrepublik, die diesem Netzwerk angehören.

Maßgeblich unterstützt wird die Vereinsarbeit von drei großen Förderern, dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit der Initiative THINK ING., der Siemens-Stiftung und der Deutschen Telekom AG.

Alle zwei Jahre wird der Siemens Award nur für MINT-EC Schulen ausgeschrieben, in dem besonderes Engagement im Bereich der MINT-Fächer mit hohen Geldpreisen prämiert wird. Wir haben 2004 und 2008 am Siemens-Award teilgenommen.

Die Vorteile für unsere Schule bestehen neben der Stärkung der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik im Zugang zu bundesweiten und europäischen Projekten, in neuen Kontakten zu Firmen und Universitäten für SchülerInnen und LehrerInnen. Dies sind zum einen die Fortbildungen für Lehrer und Schulleitung und zum anderen die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an MINT-Camps oder an der Veranstaltung MINT 300, die alle 2 Jahre in Berlin durchgeführt wird. Beispiele dazu werden regelmäßig in der Heißener Schulzeitung veröffentlicht. So haben im Kalenderjahr 2009 drei Schüler an „MINT 300“ und zwei am MINT-Camp am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam ihren Horizont erweitern können. Hier eingefügt ist der Bericht der beiden teilnehmenden Schüler Samira Abu Jhaisha und Björn Tauer (damals Jgst 12) am MINT-Camp des Hasso-Plattner-Institutes (veröffentlicht in NvGH Nr. 117, Mai 2009):

Innovationen sollen Deutschland im internationalen Markt stärken, doch was sind überhaupt Innovationen und wie lernt man, innovativ zu sein?

 Mit der Zielsetzung ca. 30 Schülern aus MINT-Schulen gerade diese Fragenstellungen näher zu bringen, veranstaltete der MINT-EC im Zeitraum vom 25.03.2009 bis zum 29.03.2009 ein Camp an dem privaten Hasso-Plattner-Institut in Potsdam.

Das Hasso-Plattner-Institut hat neben der Hochschule für IT-Systems Engineering zusätzlich die Design-Thinking School integriert, wobei beide Einrichtungen für das Projekt in Anspruch genommen wurden. So beinhaltete das Programm neben der Vermittlung technischer Grundkenntnisse, sowohl im Programmieren, als auch im Umgang mit elektronischen Bausteinen (Sensoren, Motoren, etc.), auch Techniken um die eigenen Softskills (z.B. Gruppenarbeit, Entwicklung innovativer Ideen, kreative Marktanalyse) zu verbessern.

Alle erworbenen Fähigkeiten mussten abschließend in einem großen Projekt angewandt werden. In Kleingruppen sollten neuartige Produkte entwickelt werden, die einem das Leben erleichtern. So kam zum Beispiel ein Prototyp eines Küchencomputers zustande, der mittels eines Lasers nach Auswahl eines Gerichts den Standort der benötigten Zutaten anzeigt und zusätzlich Tipps für die Zubereitung ausgibt, sodass der Apparat die ersten Schritte in der Küche erleichtert.

 Neben dem zwar relativ straffen Tagesablauf, blieb jedoch immer noch Zeit,  abends Berlin und Potsdam unsicher zu machen.

So können wir an eine anstrengende, aber auch interessante Woche zurückdenken und hoffen, dass der Verein MINT-EC auch in Zukunft ähnliche Projekte anbietet.