Jedes Kind ist von Natur aus neugierig. Es möchte die Welt entdecken und verstehen, wie sie funktioniert. Diese Neugier möchte der MINT-Unterricht aufgreifen, um auf spielerische entdeckende und experimentelle Art diese Fragen zu beantworten. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Die im MINT-Unterricht angeeignete naturwissenschaftliche Grundbildung soll Schüler dazu befähigen, naturwissenschaftliche Fragen in ihrem eigenen Lebensumfeld oder global zu erkennen, aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen und natur- wissenschaftliches Wissen anzuwenden. Eine solide Grundbildung in diesem Bereich ist deshalb Voraussetzung für die Nutzung der gesellschaftlichen Potenziale in na- turwissenschaftlicher Forschung und technischer Weiterentwicklung.

Besonderheiten des Gymnasiums Heißen

Die Besonderheiten des Gymnasiums Heißen sind ein bilingualer deutsch-englischer Zweig, ein Schwerpunkt als Europaschule und seit dem Jahr 2005 ist das Gymnasium Heißen Mitglied im Verein MINT-EC. Durch ein breit gefächertes Angebot werden so die vielfältigen/verschiedenen Fähigkeiten und Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler bestmöglich gefordert und gefördert. Der Verein MINT-EC unterhält ein Excellence-Netzwerk von über 300 Gymnasien in ganz Deutschland mit einem ma-

thematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Sein Ziel ist es, Schulen mit herausragenden MINT-Angeboten für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte bei ihrer Entwicklung zu MINT- Talentschmieden für Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern. Mehr Informationen zum Netzwerk MINT-EC findet man unter www.mint-ec.de.

Das MINT-EC-Zertifikat

Für Schülerinnen und Schüler, die in den MINT- Fachgebieten, sowohl im Laufe ihrer Schullaufbahn als auch außerunterrichtlich und außerschulisch besondere Leistungen erbracht haben, stellt unser Gymnasium am

Ende der Sekundarstufen II ein MINT-EC-


 

Zertifikat über diese Zusatzqualifikationen aus. Dieses Zertifikat ist ein leistungsgebundener Nachweis und stellt daher eine besondere Aufwertung einer Bewerbungsmappe dar.
Desweiteren soll dieses Zertifikat die Schülerinnen und Schüler während ihrer Schullaufbahn für zahlreiche MINT-Aktivitäten motivieren und ihnen nach ihrer Schullaufbahn eine konstruktive und richtungsweisende Rückmeldung sowie eine Grundlage für deren weitere Karriere bilden.

Das mit dem Abiturzeugnis verliehene MINT-EC-Zertifikat wird in drei Stufen ver- geben: mit Erfolg, mit besonderem Erfolg und mit Auszeichnung. Dabei ist es in sei- ner Dreistufigkeit für die engagierten und überdurchschnittlich begabten Schülerin- nen und Schüler erreichbar, verlangt aber auch von den herausragenden Schülerinnen und Schüler zur Erlangung der höchsten Zertifikatsstufe mit Auszeichnung eine aus- dauernde und hochwertige Leistung. Für die einzelnen Stufen sind unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. Dabei müssen Mindestleistungen in den drei Anforde-rungsbereichen „Fachliche Kompetenz (I)“, „Fachwissenschaftliches Arbeiten (II)“ und „Zusätzliche MINT-Aktivitäten (III)“ erbracht werden.

Schülerinnen und Schüler, die ein solches Zertifikat erwerben möchten, sammeln alle schriftlichen Nachweise über die erbrachten Leistungen (Urkunden, Bestätigungen, Praktikumsbescheinigungen, etc.) in einem MINT-Portfolio. Weitere Informationen und Erklärungen zum MINT-EC-Zertifikat stehen im Internet auf unserer Homepage (www.gymnasium-heissen.de) zur Verfügung.

Das MINT-Profil in der Sekundarstufe I

Am Gymnasium Heißen findet die Aktivierung und Gewinnung der Schülerinnen und Schüler für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich durch die folgenden Angebote statt:
Alle mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer werden bei uns in der Sekundar- stufe I vollständig erteilt. Im Rahmen unseres naturwissenschaftlichen Schwerpunk- tes wird der Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern (Physik, Biologie, Chemie) ungekürzt und durchgängig angeboten. Darüber hinaus beginnt an unserer Schule die Förderung der Naturwissenschaften bereits in der fünften Jahrgangsstufe durch das verpflichtende Angebot des Faches Informatik. Im zweiten Halbjahr wird dieses einstündig unterrichtet. Damit werden alle Schülerinnen und Schüler frühzeitig an die neuen Medien herangeführt. In der Jahrgangsstufe 7 werden in jeweils einem Halbjahr zwei zusätzliche Stunden Physik und eine Stunde Informatik unterrichtet. Im weiteren Verlauf ihrer Schullaufbahn haben die Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 9 und 10 eine weitere Gelegenheit, ihre naturwissenschaftlichen Fä- higkeiten zu forcieren. Im Wahlpflichtbereich der differenzierten Mittelstufe haben sie die Möglichkeit, aus den gesellschaftlichen und sprachlichen Fächern oder aus den Fächern des erweiterten MINT-Profils die Kurse Biologie-Chemie oder Informatik-Technik zu wählen. In diesen beiden Kursen wird das interdisziplinäre Arbeiten und Denken vertieft, so dass mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Sach- verhalte in komplexen Zusammenhängen betrachtet werden.

Das MINT-Profil in der Sekundarstufe II

In den Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I und auch der Sekundarstufe II liegt der besondere Schwerpunkte auf einer nachhaltigen Förderung des MINT-Nachwuchses, um zunächst Interesse für die Leistungskurse in Mathematik und den Naturwissen- schaften und später für einen naturwissenschaftlichen Beruf oder ein naturwissen- schaftliches Studium zu wecken.

In der Sekundarstufe II findet pro Jahrgang in allen MINT-Fächern (außer Technik) mindestens ein Grundkurs statt. Auch das Leistungskursangebot in den Fächern Ma- thematik, Biologie, Chemie und Physik ist durch die Kooperation mit den anderen Mülheimer Gymnasien gesichert. In den drei Schuljahren der gymnasialen Oberstufe erhalten die Schüler die Möglichkeit, durch ihre Fächerwahl mit verstärkter Stunden- zahl in den MINT-Fächern vertreten zu sein. Projektkurse ermöglichen eine Erweite- rung und Vertiefung spezieller Fachthemen sowie eine individuelle Förderung und Forderung. Insbesondere sollen die Schüler die experimentelle Methode als Mittel zum Erkenntnisgewinn über naturwissenschaftliche Phänomene verstärkt nutzen. Um einen alltagsnahen Bezug aufzuzeigen, werden Exkursionen zu naturwissenschaftli- chen Zielen (z. B. Betriebe wie Bayer, Siemens...) angeboten.

Das MINT-Profil im außerunterrichtlichen Bereich

Abgesehen von dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht gibt es an un- serer Schule auch zahlreiche außerunterrichtliche Aktivitäten und Angebote. So gibt es beispielsweise eine Technik-AG und weitere MINT-AGs für Schülerinnen und

Schüler der Sekundarstufe I. U.a. werden die Schüle- rinnen und Schüler dort auf Wettbewerbe wie „Jugend forscht“ vorbereitet. Auch bei verschiedenen Wettbe- werben, z.B am Bundes- wettbewerb Mathematik und an der Mathematiko- lympiade auf Regionalebe- ne und auf Landesebene, bei Probestudien an der Universität (nur Sekundar- stufe II) und bei besonde- ren Praktika oder MINT-

Camps ist das Gymnasium Heißen regelmäßig mit interessierten Schülerinnen und Schülern vertreten. Insbesondere die Angebote des Netzwerks MINT-EC mit den damit verbundenen Kontakten zu national herausragenden Forschungseinrichtungen und international agierenden Unternehmen eröffnen besondere Möglichkeiten. In je- dem Jahr nehmen zahlreiche Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen am europa- weiten Känguru-Wettbewerb zur Mathematik teil. Aber auch in der Chemie nahmen mehrere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9 am Experimentalwett- bewerb „Chemie entdecken“ teil. Des Weiteren nahmen mehrere Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil und belegten mit einem in einem Re- 27

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genrohr eingebauten Dynamo zur Gewinnung von elektrischer Energie aus Regen- wasser den zweiten Platz. Durch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben er- halten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich individuell in ihren Nei- gungsschwerpunkten zu engagieren und inhaltlich weiter zu vertiefen. Ein einwöchi- ges freiwilliges Praktikum absolvierten in den Sommerferien Schülerinnen und Schü- ler des Differenzierungskurses Informatik-Technik der Jahrgangsstufe 8 in der Games Factory in Mülheim zu dem Themenschwerpunkt „grafisch-kreative Berufe“. Des Weiteren pflegen wir die Kooperation mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Be- trieben und Instituten, wie beispielsweise dem Max-Planck-Institut für Kohlenfor- schung in Mülheim. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Schülerinnen und Schüler bei der Erstellung von Facharbeiten unterstützt und können unter Anleitung experimentieren.

Womit beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher in der Nanotechnologie? Mit dieser und auch den Fortschritten sowie den Entwicklungspotenzialen in der Nano- technologie beschäftigt sich der Nanotruck, der regelmäßig bei uns zu Gast ist. Mit- arbeiter des Nanotrucks haben Phänomene der modernen Technik in Experimenten für alle Schülerinnen und Schüler vorgeführt und erklärt. Ebenso konnten die Schüler in zahlreichen Versuchen auch die Physik selber ausprobieren und erleben. Im Fokus des Nanotrucks steht die Vermittlung von Wissen über nanotechnologische Innovati- onen, die begleitende Risikoforschung sowie fachspezifische Studien- und Ausbil- dungsmöglichkeiten.

Des Weiteren arbeiten wir schon seit einigen Jahren intensiv mit den Universitäten Duisburg-Essen und Dortmund im Bereich der Unterrichtsforschung zusammen. In den Fächern Mathematik, Chemie und Physik sind hier mehrere Projekte zu Unterrichtsmethoden durchgeführt worden.

 

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Känguru- Wettbewerb Informatik Biber AG
Kanu und Umwelt
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