Erste Treffen der Medienscouts

Vor einigen Monaten meldete sich das Gymnasium Heißen an dem landesweit durchgeführten Projekt „Medienscouts“ der Landesanstalt für Medien NRW an, in dem Schülerinnen und Schüler zu Medienexperten ausgebildet werden. Groß war das Bedürfnis vieler Lehrer und Eltern, die Jugendlichen „fit zu machen“ für das Internet und ihre Medienkompetenz zu steigern.

Der Konzeption nach sollen die Medienscouts ihren Mitschülern bei Fragen und Problemen bzgl. verschiedener sozialer Netzwerke, Sicherheit im Internet etc. mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ziel dieser „Peer-group-education“ ist es, durch Schülern zu Schüler-Gespräche eine höhere Akzeptanz der Probleme des World-Wide-Web zu erzielen, die man mit Lehrer- Schüler oder Eltern-Schüler-Gespräche vielleicht nicht erreichen könnte. Denn wer kennt facebook, youtube, whatsapp, instagram und co besser als Gleichaltrige?

Im vergangenen Oktober fanden die ersten Treffen der Medienscouts 2013 statt, also mussten schnell geeignete Schülerinnen und Schüler gefunden werden. Glücklicherweise interessierten sich auch einige Jugendliche, sodass Herr Buddeberg und Frau Domin mit gleich zwei Schülern der Jahrgangsstufe sieben (Margherita Barletta und Lennart Walner) sowie zwei Schülern der Jahrgangsstufe neun (Ceyda Sonkaya und Florian Günther) zum ersten Workshop in die Luisenschule fahren konnten.

Die Fragen und Themen des ersten Workshops waren vielfältig: Was sind Medienscouts überhaupt? Wie können sie an der Schule agieren? Wann und wie können sie man helfen, wo sind Grenzen?

Einige dieser Fragen konnten wir in den folgenden Tagen klären, einige blieben noch offen. Medienscouts sind Jugendliche, die sich im Internet zu schützen wissen und sich gut auskennen. Sie helfen anderen Personen, wenn sie Probleme im Internet haben, z.B. bei unangenehmen Pinnwandeinträgen, Bildern oder sogar Cyber-Mobbing. Sie können aber nicht nur bei Problemen helfen, sondern schon im Vorfeld gute Tipps geben, wie man sich z.B. vor zu viel Öffentlichkeit im Internet schützen kann.

Um all diesen Themen gerecht zu werden, haben wir z. B. zu folgenden Fragestellungen gearbeitet:

• Wie berät man am besten Mitschüler, die Fragen haben oder Hilfe benötigen?

• Wie kann man sich im Internet schützen?

• Wie sieht das Urheberrecht im Internet aus?

• Wie schützt man Passwörter?

• Wie vergesslich ist das Internet?

Einiges haben wir schon gelernt, viele Fragen haben wir noch. Die Ausbildung der Medienscouts läuft noch bis zum Februar 2014, in der Zwischenzeit wollen wir aber bereits anfangen, unsere neuen Erkenntnisse zu nutzen und als Medienscouts aktiv zu werden.

Margherita Barletta (7b) und Johanna Domin