Besuch im Baylab Plastics

 

Der 12er-Chemie-LK und weitere Interessenten aus den Chemie-Grundkursen machten sich am 22. Oktober um 7 Uhr in der Früh auf zum Schülerlabor BayLab Plastics nach Leverkusen. In diesem Schülerlabor simuliert die Firma Bayer die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb eines Produkts.

In unserem Fall sollte ein Löffel aus Polycarbonat hergestellt werden.

Nach der Ankunft wurden wir zunächst über die zurzeit betriebene Forschung bei Bayer aufgeklärt. Diese umfasst neben einem Ultraleichtflugzeug, das allein durch Solarenergie betrieben um den Globus fliegen kann, unter anderem auch in die Wand einbaubare Lautsprecher.

Danach wurden wir auch schon in die einzelnen Gruppen eingeteilt, die die wahre Arbeitsverteilung in Firma darstellten. Zur Auswahl standen die Teams Technik, welches sich um die Kunststoffspritzmaschine kümmern sollte; Design, das Meinungsumfragen durchführen und das Endprodukt durch Werbung vertreiben sollte; Forschung, zuständig für die Qualitätskontrolle; Finanzen, das die Wirtschaftlichkeit der Materialbeschaffung und Arbeitskräfte im Auge behalten sollte; und schließlich das Team Kommunikation, welches für die Koordination zwischen den Abteilungen zuständig war.[read more=”Mehr lesen..” less=”Weniger lesen..”]

Als erstes hatte das Design-Team die Aufgabe, die Farbe der Löffel mittels einer Kundenumfrage unter den Schülern zu bestimmen. Das Granulat der gewählten Farbe wurde, nachdem das Forschungsteam Restfeuchte in der Granulatprobe entdeckt hatte, zum Technik-Team gegeben, wo das Granulat getrocknet wurde.

Nachdem die einzelnen Gruppen ihren Fortschritt den anderen Gruppen präsentiert hatten und das Finanzteam einen momentanen Preis von ca. 29 Euro pro Löffel angab, ging es in das BayKomm-Gebäude, wo wir zu Mittag gegessen und einen Einblick in die Geschichte und Forschungsgebiete von Bayer erhalten haben.

Nach der Pause wurde an der Produktion weitergearbeitet. Das Finanzteam bemühte sich um eine Kosteneinsparung, um den Preis pro Löffel auf ein Minimum zu senken. Die Technik startete mit der Produktion der ersten Löffel, welche direkt an das Forschungsteam zur Qualitätskontrolle gingen. Währenddessen organisierte das Designteam eine Umfrage, um zu bestimmen, wie der „Markt“ (die Schüler) den Prototypen bewertete. Das Kommunikationsteam entwickelte derweil eine Diashow mit allen Fotos zu dem Besuch im BayLab und schrieb diesen Artikel.

Trotz anfänglicher Unklarheiten bezüglich des Designs kam der Prototyp bei uns allen sehr gut an, sodass die Großproduktion starten konnte. Die von der Spritzgießmaschine produzierten Löffel mussten dann nur noch von den Resten des Gussgrates befreit werden und konnten nach dieser Behandlung bereits an den Mann gebracht werden.

Am Ende der zweiten Arbeitszeit fassten die einzelnen Gruppen zusammen, was sie gemacht und erreicht hatten. Der Werbefilm der Gruppe Design kam bei uns allen bestens an und das Finanzteam konnte nach strenger Kostenoptimierung und –Einsparung einen Preis von 0,70 Euro pro Löffel verkünden, wovon 0,35 Euro als Gewinn in unsere Firma fließen konnten.

Insgesamt war es eine gelungene Exkursion und man kann sagen, dass jeder, der nicht dabei war, etwas verpasst hatte. Und zur Freude aller konnte jeder 20 der durch unsere grandiose Teamarbeit hergestellten Löffel behalten.

Der Chemie LK

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Veröffentlicht unter Chemie