Energiewende in Heißen

Auch wenn das Schulgebäude sicherlich einige energetische Verbesserungen gebrauchen könnte, haben wir nicht vor, im Technikunterricht aus alten Waschmaschinenmotoren Windgeneratoren zu bauen.

Stattdessen gab es am 5.12.2012 an der Schule Besuch von Professor Dr. Marcus Rehm vom Institut für Energiesysteme an der Hochschule Ruhr West (HRW). Neben mehreren Standorten in Mülheim hat die HRW auch einen Campus in Bottrop, an dem Professor Rehm angesiedelt ist.

[read more=”Mehr lesen..” less=”Weniger lesen..”]Ziel war es, unter dem Titel „Schüleruni“ Schülern der 9. Jahrgangsstufe einerseits thematisch zum regulären Unterricht passend, andererseits vor der Kurswahl, Einblick in ein Gebiet aktueller technischer Forschung zu geben. Thema des Vortrags „Energie aus der Sonne“ in der Stadtbibliothek im „Keller“ der Schule war die Stromerzeugung, nicht in Mülheim, sondern in der Sahara mittels Solarthermie.

Dabei wird die Sonnenenergie mit Hohlspiegeln auf einen Brennpunkt konzentriert und in elektrischen Strom umgewandelt. Hierzu kommt neben der klassischen Dampfturbine auch ein Stirlingmotor in Frage. Da ein solcher Motor den Schülern sicherlich unbekannt war, hatte Professor Rehm auch gleich ein funktionsfähiges Modell mitgebracht. So konnte auf der Vortragsbühne durch einen Scheinwerfer, der die Sonne darstellte, zwar kein Strom erzeugt werden, aber der Motor kam ganz schön auf Touren. Neben allgemeinen Fragen zur Energie (z.B. in Schokoriegeln) wurden auch Themen wie die Speicherung der Solar energie für Nacht- und Bewölkungszeiten und alternative Konzepte wie Aufwindkraftwerke angesprochen.

Nach dem Vortrag hatten die Schüler Gelegenheit Fragen zu stellen. Von dieser Möglichkeit wurde leider nur in geringem Maße Gebrauch gemacht. Obwohl einige Schüler sehr interessiert waren, gab es wohl Hemmungen vor der versammelten Jahrgangsstufe 9 Fragen zu stellen. Eine nachträgliche evaluierende Umfrage ergab, dass sie Respekt vor der besonders hohen Kompetenz von Prof. Rehm hatten, aber an dem Thema nicht alle wirklich interessiert waren und dass viele Schüler/innen mit der „Unterrichtsform Vorlesung bzw. Vortrag“ offenbar nur für einen kurzen Zeitabschnitt zurechtkommen. Für die Zukunft wird daher überlegt, Vorträge von UNI-Professoren nur mit interessierten Schülern und mit schüleraktivierenden Phasen durchzuführen.

Jörg Dudek

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