Studienfahrt nach Brüssel

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Tag 1

Am Morgen des ersten Julis blockierten wir mit 42 Schülern die Bushaltestelle, bis Mirko, der Busfahrer, mit Rosi, unserem Bus, ankam. Nach 3 ½ Stunden Busfahrt erreichten wir mit einer leichten Verspätung das Europäische Parlament und unser Seminarleiter stieß zu uns. Nach einem gemeinsamen, gewöhnungsbedürftigen Essen, welches wir zum Glück ohne Lebensmittelvergiftung überstanden hatten, gingen wir in das Museum „Parlamentarium“ des Europäischen Parlaments.
[read more=”Mehr lesen..” less=”Weniger lesen..”]Dort erhielten wir über Audio-Guides viele Informationen über die Entstehung der EU und die Entwicklung des Europäischen Parlaments. Nach dem Besuch dieses kreativ gestalteten Museums hörten wir eine Vortrag über die Zusammensetzung der EU. Daraufhin fuhren wir zu unserem Hostel „Sleepwell“ und bezogen unsere Zimmer. Den Rest des Tages durften wir zur eigenständigen Erkundung der Innenstadt nutzen, was von den meisten auch bis 23 Uhr genutzt wurde.

Tag 2

Nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet, welches keinen Wunsch offen ließ, gingen wir zum Bus. Der Busfahrer Mirko steuerte diesen mit schlafwandlerischer Sicherheit durch die Gassen Brüssels. So kamen wir ausgeschlafen und wissbegierig an der Europäischen Kommission an. Nach einer kurzen Verzögerung, ausgelöst durch einen ukrainischen Mitschüler, der eine Hieb- und Stichwaffe mitführen wollte, betraten wir den Raum der Entscheidungen. Nach kindischen Späßen mit den Mikrofonen betrat die Dozentin selbigen Raum. Es folgte ein informativer, aufschlussreicher Vortrag, der uns den Aufbau, die Aufgaben und die Motive der Institutionen, und insbesondere der Kommission näher brachte. Nach der herzlichen Verabschiedung dackelten wir durch das pompöse Europaviertel, und erreichten leichtfüßigen Schrittes den Ministerrat. Dort erwartete uns ein gut aufgelegter Brite namens Jeremy Rand. Diesem gelang es spielend die hoch gelegte Latte des Vortrags aus der Kommission mit einem Mix aus spannenden Geschichten, Charme und Witz, und unverzichtbaren Informationen zu übertreffen.

Nach einem kurzen Imbiss, zu dem uns die Lehrerschaft geleitet hat, gingen wir über zum nächsten Tagespunkt. An diesem erwartete uns der Ur-Flame Vim, ein waschechter Brüsseler. Die dreistündige Führung, welche uns sowohl an unsere physischen wie auch psychischen Grenzen brachte, zeigte uns gleichsam auch alle Ecken und Winkel, die nicht sofort ins Auge stechen. Zum Ausklang des Tages nahmen wir gemeinschaftlich das Abendmahl in der “Food Factory” ein.

Nach der Rückkehr ins Hostel fielen wir erschöpft und gesättigt, vom Essen wie vom Wissen, in unsere Pritschen.

Tag 3

Nach einer aufregenden Nacht, die von Gesangs- und Tanzeinlagen Seitens eines russischen Mitschülers und lauten ,,Mit-EU-Bürgern’’ geprägt wurde, mussten wir aufstehen und unsere Koffer packen. Durch den Gesang der letzten Nacht, der uns noch in den Ohren lag viel das Aufstehen etwas leichter.

Daraufhin fuhren wir zum Ausschuss für Wirtschaftliches und Soziales. Das frühe Aufstehen und die schlechte Wahl der Schlafenszeit von einigen Mitschülern, zogen Konsequenzen nach sich. Aufgrund dieser wurde der Vortrag vorzeitig beendet. Nach einer kurzen Zurechtweisung der Lehrer machten wir uns auf den Weg zur NRW-Vertretung. Wir lernten einiges über den Lobbyismus und die Aufgaben und den Einfluss der Vertretung in Brüssel. Der Mitarbeiter, der uns diese mit Hilfe von Beispielen nahegebracht hat, lies sich von den Toilettengängen der Schüler nicht beirren oder ablenken.

Darauf folgte dann das Abschlussgespräch mit dem Seminarleiter. Wir hatten die Möglichkeit Kritik an der Studienfahrt zu üben. Die Resonanz war durchaus positiv. Wir unterhielten uns über die einzelnen Programmpunkte und stellten fest, dass uns der Besuch bei der NRW-Vertretung und bei Rat der EU am besten gefallen hat. Auf das Gespräch folgte die Rückfahrt nach Mülheim, die ohne Stau und Pausen schnell verlief.

Als Fazit ist festzuhalten, dass im Großen und Ganzen die Studienfahrt nach Brüssel gelungen und informativ war. Es hat Spaß gemacht und aus unserer Sicht sollte diese Fahrt bei den nächsten Sozialwissenschaftskursen ebenfalls stattfinden, da wir dank dem unmittelbaren Eindruck in die einzelnen Institutionen viel gelernt und mitgenommen haben.

SoWI LK

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