Jüdisches Leben heute -was ist das eigentlich?

Diese Frage stellten wir uns in unserer Arbeitsgemeinschaft „Jüdisches Leben heute – mehr als erinnern“. Unser erstes Etappenziel bildete dabei der Gedenktag zur Reichspogromnacht am 09. November, der dieses Jahr gemeinsam mit weiteren Mülheimer Schulen geplant und gefüllt werden sollte. Für unseren Beitrag haben wir uns überlegt, mit Menschen jüdischen Glaubens Zeit zu verbringen und in Gesprächen mehr über ihr Leben und ihr Gedenken zu erfahren.
Um Interviewpartner zu finden und die jüdische Kultur besser kennenzulernen, haben wir am jüdischen Sukkotfest (das ist das sogenannte Laubhüttenfest) im Nelly-Sachs-Haus (jüdisches Elternheim in Düsseldorf d.R.), in dem symbolisch eine Laubhütte aufgebaut worden ist, teilgenommen.


Glücklicherweise konnten wir drei Personen für unsere Idee der Interviews gewinnen. Wir wollten vor allem wissen, was sie an ihrer Religion schätzen, inwiefern sie diese öffentlich ausleben und wie sie die Reaktionen anderer, nicht-jüdischer Menschen auf diese empfinden und welchen Einfluss die Gesellschaft auf ihr eigenes Verhalten hat. Traurigerweise haben alle unsere Interviewpartner angegeben, bereits Anfeindungen erlebt zu haben, sei es auf offener Straße, in der Bahn oder im beruflichen Alltag. Die Gespräche waren von einem tollen Klima geprägt, was sich vor allem in der Offenheit der Befragten bzgl. der Einblicke in ihr Privatleben gezeigt hat.
Es war sehr interessant, die jüdische Kultur und beispielsweise die Bedeutung der Tora im direkten Kontakt und nicht aus Büchern kennenzulernen. Um die jüdische Kultur auch kulinarisch besser kennenzulernen, haben wir gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Elternheims jüdischen Honigkuchen gebacken, von dem wir einen Teil gemeinsam gegessen haben und den zweiten Kuchen den Gästen der Gedenkveranstaltung angeboten haben.


Die Ergebnisse der Mülheimer Schulen zum Gedenkfest im Medienhaus am 09. November 2018 waren sehr gelungen und für uns alle interessant. Es entstanden Poetry-Slams, Musikbeiträge, Videosequenzen und faktenorientierte Präsentationen, die unsere heutigen Gedanken zum Gedenken in den Vordergrund gerückt haben.


Unsere nächsten Etappen innerhalb unserer Arbeitsgemeinschaft sind Gespräche mit Zeitzeugen, die beispielsweise das Konzentrationslager Theresienstadt überlebt haben, und Gespräche mit Personen, die im Warschauer Ghetto eingesperrt waren. Außerdem freuen wir uns auf weitere Festlichkeiten im Nelly-Sachs-Heim, wie z.B. das Lichterfest.

Deutsch GK Q1/Q2 Reihenfolge Abitur 2021

Überblick Luisenschule – Deutsch GK Q1/Q2 Reihenfolge Abitur 2021
1. Lyrische Texte zu einem Themenbereich aus unterschiedlichen historischen Kontexten:
„unterwegs sein“ – Lyrik von der Romantik bis zur Gegenwart

2. Lektüre strukturell unterschiedliche Dramen
a) G.E. Lessing: Nathan der Weise (verpflichtend)
b) ein kontrastierendes Vergleichsdrama

3. Sprachvarietäten: Dialekte und Soziolekte (verpflichtend);
Sprachgeschichtlicher Wandel,
Analyse auch komplexerer Sachtexte und Erörterung themenbezogener Sachfragen

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4. Lektüre strukturell unterschiedlicher Erzähltexte/Prosa, u.a. als epische Kurzformen: u.a. Die Marquise von O./ Sommerhaus, später/…

5. Spracherwerbsmodelle und –theorien (z.B. Chomsky, Pinker, Skinner, u.a.)

Überblick Luisenschule – Deutsch LK Q1/Q2 Reihenfolge Abitur 2021
  1. Lyrische Texte zu einem Themenbereich aus unterschiedlichen historischen Kontexten:
    „unterwegs sein“ – Lyrik aus dem Barock bis zur Gegenwart
  2. Lektüre strukturell unterschiedliche Dramen
  1. G.E. Lessing: Nathan der Weise (verpflichtend)
  2. ein kontrastives Vergleichsdrama
  1. Sprachvarietäten: Dialekte und Soziolekte (verpflichtend);
    Sprachgeschichtlicher Wandel,
    Analyse auch komplexerer Sachtexte und Erörterung themenbezogener Sachfragen
  2. Bewegte Bilder unserer Zeit (Filmisches Erzählen, Positionen der Medientheorie)
    ——————————————————————————————————————–
  3. Lektüre strukturell unterschiedlicher Erzähltexte/Prosa, u.a. als epische Kurzformen: u.a. Die Marquise von O./ Der Sandmann/ Das Haus in der Dorotheenstraße, u.a.
  4. Das Verhältnis von Sprache, Denken, Wirklichkeit, z.B. Aktualität der Saphir-Whorf-Hypothese (verpflichtend)
    Spracherwerbsmodelle und –theorien (z.B. Chomsky, Pinker, Skinner, u.a.)

Unsere Woche in Tours

 

 

Auch in diesem Jahr entschieden sich zwanzig Schülerinnen und Schüler, am

Frankreichaustausch teilzunehmen und eine Woche in Tours zu verbringen.

Nach knapp zehn Stunden kamen wir am Hauptbahnhof von Tours an, wo uns unsere Austauschschüler abholten. Da alle noch sehr erschöpft waren, verbrachten die meisten den Abend zu Hause bei ihrer Gastfamilie.

 

Am nächsten Tag wurde uns die Gestaltung überlassen. Somit gingen

einige von uns bowlen oder auch klettern. Darauf folgte der erste Tag an einer französischen Schule. Während des ersten Frühstück wurde allen gesagt, welchen Unterricht sie am nächsten Tag besuchen würden. Danach arbeiteten wir mit unseren Austauschschülerin an unseren Projekten, in welchen es um den kreativen Vergleich deutscher und französischer Musik. ging. Da wir in Deutschland damit angefangen hatten,  waren wir schon weit fortgeschritten und es ging nur um die Fertigstellung und das erste Einüben des Textes. Mittags gab es dann Essen aus der Schulkantine Gesättigt und gestärkt hatte man dann bis 15 Uhr Zeit, selbständig die  Stadt zu entdecken ehe man diese später genauer bei einer Rallye erkundete. Da Tours sehr überschaubar ist, war es möglich, während der Freizeit auch das ein oder andere Bekleidungsgeschäft zu besuchen.

 

Der Dienstag war sehr viel von Freizeit geprägt, da man bis zum Mittagessen im Unterricht war, welcher übrigens wesentlich mehr vom Lehrer als vom Schüler gestaltet wird, und danach kein Programm hatte. Der nächste Tag war voll mit Programm. Man traf sich morgens an einer zentral gelegenen Bahnstation und fuhr nach Rochecorbon, das ist ein Nachbarort, welcher alte Höhlen und schöne Gassen zu bieten hat. Nach einer Führung durch die genannten Höhlen stand ein Mittagessen an, welches jeder für sich gestaltete. Danach ging es dann

mit einem kleinen Bötchen über die Loire. Nach der informativen und amüsanten

Bootsfahrt fand man sich um 17 Uhr in Tours wieder.

 

Am Donnerstag stand eine Schlössertour an. Diese begann in Blois und wurde fortgeführt in Chambord. Nachdem wir diese zwei schönen Schlösser besichtigt hatten, besuchten wir eine Biscuiterie in der Nähe des Schlosses Chambord.

 

Der letzte Tag mit Programm war der Freitag. An diesem trafen sich nochmal alle, um ihre Projekte zu bearbeiten, da am Abend eine Vorstellung vor den Eltern anstand. Am Nachmittag besuchten wir noch das Musée des Beaux Arts. Am Abend

stellten wir unsere Projekte vor. Als wir damit fertig waren, beschlossen wir alle, uns dann an die Loire zu setzen. Kaum jemand von uns hätte sich einen schöneren letzten Abend vorstellen können. Am nächsten Morgen waren alle noch ein bisschen schläfrig und  trafen sich wieder am Hauptbahnhof, um in den Bus Richtung Mülheim zu steigen. Wir verabschiedeten uns von unseren Austauschpartnern und

machten noch ein paar letzte Fotos zusammen .Alles in allem muss man sagen, dass der Austausch wirklich sehr schön war und viel Spaß gemacht hat. Man kam zwar abends ein wenig müde nach Hause, jedoch wusste man, dass man etwas erlebt hatte

 

Ein Zeichen dafür, dass der Austausch es den Schülerinnen und Schülern wirklich angetan hatte, ist übrigens, dass einige Mädchen eine eigenständige Reise nach Tours planen.

 

Max Russer (Ef) und Theresa Schiller (9a)

Drachenbootrennen mit den Heißener Oldies

 

 

In diesem Jahr fand das Mülheimer Drachenbootrennen zum 22-mal statt. Seit Beginn an eine feste Institution ist die Teilnahme der Heißener Oldies. Lehrer, Referendare und ehemalige Schüler geben dabei ihr Bestes für unsere Schule. Während in der Vergangenheit immer der Sonntag unser Wettkampftag war, eröffneten wir die Veranstaltung dieses Mal am Samstag um 9.30 mit einem souveränen Sieg.

 Von da an wich die anfängliche Müdigkeit der guten Stimmung, welche durch das schöne Wetter fortbestand. Als Koordinatorin der ersten Stunde sorgte Frau Heitkamp durch geschickte Aufstellung für die richtige Balance im Boot. Mit zahlreichen unfreiwilligen Variationen unseres Schlachtrufs „Heiß, Heißer, Heißen!“ feuerte sie uns vor jedem Rennen zu Höchstleistungen an. Diese folgten somit auch im Zweiten Lauf, in dem wir die anderen drei Boote wiederholt hinter uns ließen.

 Mit zwei Siegen im Gepäck hieß es nun Warten auf den Finallauf. Wir starteten im Cup der Beierforzer GmbH. Bei Kaffee und einem Snack vertrieb man sich sie Wartezeit, bei der man stets Schüler und Eltern traf und Zeit für ein Pläuschen hatte. Um 15.00 war es dann Zeit für unseren „Finallauf“. Unser Trommelkind Jacob Kapodze sorgte für die richtige Schlagzahl, so dass wir von Beginn an gut loskamen und das Feld anführten. Auf den letzten Metern mussten wir uns mit einer Zeit von 1:15:32 der Konkurrenz jedoch knapp geschlagen geben (zwei Hundertstel hinter Platz 2!).

 Ein 3.Platz ist jedoch wieder einmal ein tolles Ergebnis, welches gebührend gefeiert wurde. Im nächsten Jahr werden wir hoffentlich auch wieder ein reines Schülerboot anmelden können, da der direkte Zeitenvergleich der beiden Boote (Oldies vs. Youngster) zusätzlich zu Höchstleistungen animiert. Dann heißt es wieder: Heiser, Heißer, Heißen! … oder so ähnlich!

 

Stefan Damm

 

Der „Tag für Afrika“ begeisterte die fünften Klassen!

Am 12.06.2018 war es wieder soweit! Der 6. Tag für Afrika am Gymnasium Heißen, die große Spaß- und Spendenaktion der Initiative „Love from Africa“ motivierte die 5. Jahrgangsstufe zum Tanzen, Spielen und Laufen. Dabei wurde entweder pro gejoggte Runde oder ein zuvor beschlossener Festpreis gespendet, wodurch eine Gesamtsumme von tollen 4.791,20 € erlaufen wurde. Das fleißig gesammelte Geld unterstützt mit gleichen Anteilen die „Aktion Tagwerk“, die Jugendbildungsprojekte in Afrika fördert und den Verein „Love from Africa“, der sich in Mülheim für afrikanische Mitbürger engagiert und Bedürftigen in Ghana zur Seite steht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab 8.30 Uhr versammelten sich alle Teilnehmer, Lehrer und Helfer bei angenehmen Temperaturen auf dem Sportplatz am Kahlenberg. Nach einer kleinen Einweisung startete die Klasse 5a mit dem Spendenlauf, wobei die 5c ihre Runden zählte. Die 5d wurde vom Choreographen Lawrence Otoo zum afrikanischen Tanz bewegt. Parallel war die 5b damit beschäftigt, sich von Stella Weber für afrikanische Spiele begeistern zu lassen. Nach 45 Minuten wechselten die Klassen ihre Aktionen. Die von den Sanitätern gereichten Stärkungen wie Müsliriegel, Bananen und natürlich ganz viel Wasser halfen den Schülern dabei ihre Energie auszuschöpfen und alles für das großartige Projekt zu geben.

Zum krönenden Abschluss lief die Musik dann noch einmal für einen Abschlusstanz, bei dem alle sichtlich Spaß hatten. Somit ging ein anstrengender, aber rundum erfolgreicher Tag zu Ende!

Nele Walner, Jule Borgstedt (9a)

Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa 2018“

 

Mit seinen 65 Jahren blickt der Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ auf eine lange Tradition zurück. Durch die unterschiedlichsten Aufgaben soll der europäische Gedanke mit Leben gefüllt und eine Begegnung zwischen Ost und West ermöglicht werden.

In diesem Jahr haben sich vier SchülerInnen der Klasse 7e der Herausforderung gestellt und mit ihren kreativen Beiträgen an dem Wettbewerb teilgenommen.
Victoria und Patricia Bivec sowie Janelle Elze haben sich dem Thema Schauergeschichte angenommen und phantasievolle, gruselige Geschichten geschrieben.
Sophia Trümper dagegen verfasste ein kreatives Ende für eine Kurzgeschichte, deren Anfang der Wuppertaler Schriftsteller Michael Zeller eigens für den Schülerwettbewerb geschrieben hatte.

Besonders Sophia Trümper konnte die Jury mit ihrem literarischen Beitrag derart überzeugen, dass sie vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW und vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW mit einem Siegerpreis ausgezeichnet wurde. Neben einer Urkunde und einem Geldpreis erhielt Sophia auch eine persönliche Nachricht des Autors Michael Zeller, in der er ihr herzlich zu ihrer schönen Geschichte gratuliert und sie ermuntert, auch in Zukunft weiterzuschreiben.

Auch das Gymnasium Heißen gratuliert ganz herzlich zu diesem schönen Erfolg und dankt allen Schülerinnen für Ihre Teilnahme.

Theateraufführung des Literaturkurses der Q1 von Dürrenmatts „Die Physiker“

Eine Formel zur Vernichtung der Menschheit, gefährliche Liebesbeziehungen und

drei augenscheinlich Verrückte …

 

Um all dies dreht sich die tragische Komödie „Die Physiker“ von Dürrenmatt und ähnelt damit

eher einem Kriminalstück als einer Schullektüre. Im Mittelpunkt der Handlung steht

das Leben der drei Physiker Möbius, Einstein und Newton, welche in dem Schweizer

Sanatorium „les Cerisiers“ durch ihr sonderbares Verhalten für viel Aufsehen sorgen

und sogar die Polizei ins Haus bringen, während die selbstsüchtige Sanatoriums Leitung

Frau Dr. von Zahnd im Hintergrund die Fäden zieht.

 

Wie dieses Drama ein Ende findet, möchten wir, der Literaturkurs von Frau Domin,

euch in Form eines Theaterstückes präsentieren. Alle Interessierten laden wir herzlich

dazu ein, sich unsere Abendvorstellung am 28. Juni 2018 in der Stadtteilbibliothek anzusehen.

 

Am selben Abend führt der Literaturkurs von Frau Becker-Adam zudem das selbst umgeschriebene Stück „Der Hypochondrist“ auf und freut sich ebenso auf viele Zuschauer!

 

 

Wir freuen uns auf euch!

Die Physiker & Co

 

 

Schulsanitäter bekommen Verstärkung!

In jedem Jahr suchen wir freiwillige Schülerinnen und Schüler aus dem siebten Jahrgang, die an der vierteljährlichen Ausbildung des ASB teilnehmen um anschließend wichtige ehrenamtliche Aufgaben als Schulsanitäter/innen wahrzunehmen. Im Anschluss gibt es eine Prüfung, deren Ergebnisse uns kurz nach „Redaktionsschluss“ erreicht haben. Demnach haben alle 9 Prüflinge vom Gymnasium Heißen bestanden. Dazu gratulieren wir recht herzlich! Die offizielle Urkundenverleihung wird beim traditionellen Pizzaessen kurz vor den Sommerferien stattfinden. Durch Konfirmationsfahrten fehlen Linda Bambey, Lucia L. ,Johanna Malich und Alina Schulz auf dem Foto. Rette uns wer kann!
S. Damm

Unsere neuen Sanis: Paul Geiger, Julia Henßen, Fiona Hüskes, Cassandra Banner, Simon Kösters

Politik (-Unterricht) ist wichtig

– Ergebnisse einer Umfrage an unserer Schule –

Der Diff-Kurs Politik/Wirtschaft in der Jahrgangsstufe 9 hatte sich vorgenommen, in den Jahrgangsstufen 9 und 11 alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule nach ihrem „Interesse an Politik“ zu befragen. Die Kursteilnehmer arbeiteten mit Akribie einen elf Themen umfassenden Fragebogen aus.

Geradezu gespalten ist die befragte Schülerschaft, wenn es um die Frage geht, ob sie sich ganz allgemein für Politik interessieren. Gleich groß ist die Gruppe, die sich als „interessiert“ (46%) oder „wenig interessiert“ (46%) bezeichnet. Nur jeweils 4% ordnen sich als „stark“ oder „gar nicht interessiert“ ein. Die Jahrgangsstufen 9 und
11 unterscheiden sich hier kaum.

Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich bei der Frage, ob man sich „aktiv über das, was in der Politik los ist“ informiert. 60% tun das, aber 40% wählen die Antwort „nein“. Das Fernsehen ist dabei die bevorzugte Informationsquelle (52%), eine Tageszeitung wird weniger genutzt (15%).
Dennoch hält es eine große Mehrheit für wesentlich, informiert zu sein und ein solides „politisches Allgemeinwissen“ zu haben. So halten z. B. 70% den Politik-Unterricht für „wichtig“ oder „eher wichtig“.

Vorsichtig sind sie allerdings, wenn sie eine Selbsteinschätzung ihres politischen Allgemeinwissens vornehmen sollen. So meinen 2/3 der Schüler/innen, nur einen befriedigenden oder ausreichenden Kenntnisstand in Sachen Politik zu haben. Dass es sich hier um eine realistische Einschätzung handelt wird deutlich bei der Beantwortung einer Testfrage: „Wer wählt den Bundespräsidenten?“ Zwei Drittel der Befragten beantwortet diese Frage falsch. Nur 33% wissen, dass die Bundesver-sammlung den Bundespräsidenten wählt. Alle anderen glauben fälschlicherweise, dass der Bundestag, der Bundesrat oder eine Direktwahl durch das Volk diese Wahl vornimmt.
Etwas besser fällt das Ergebnis einer weiteren Testfrage aus. Der Kurs wollte herausfinden, ob die Schüler/innen wissen, was man in der Bundesrepublik unter einer „wehrhaften Demokratie“ versteht. Immerhin konnten das 52% richtig beant-worten. (Das Verfassungsgericht hat das Recht Parteien mit verfassungsfeindlichen Zielen zu verbieten.) Auch hier unterscheiden sich die beiden Jahrgangsstufen nur geringfügig.

Widersprüchlich ist das Ergebnis unserer Erhebung bei der Simulation einer Wahl, weil sich fast 80% gerne an einer Bundestagswahl beteiligen würden, wenn man ihnen dazu die Gelegenheit gäbe. Der Kurs wollte es genau wissen: Welche Partei würdest du wählen?
Das Wahlergebnis unterscheidet sich an einigen Stellen von dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl. So hätte etwa die AfD (0,7%), aber auch die Linke (3%) keine Chance in den Bundestag einzuziehen. Die CDU wird mit 43% stärkste Partei, die SPD erreicht 19%, die FDP 20% und die Grünen 14% der Stimmen. Aber nur 64% aller Befragten geben ihre Stimme ab.
Vielleicht doch keine ausreichende Unterstützung für die Forderung nach einer Absenkung des Wahlalters?

Peter Leitzen

Zu Besuch bei der Sparda-Bank und im Landtag in Düsseldorf

Am Mittwoch, dem 11. April 2018, verbrachte unser SoWi-Kurs in Begleitung unserer Lehrerin Frau Heusel-Butenberg den Tag in Düsseldorf. Zunächst waren wir bei der Sparda-Bank zu Gast und wurden dort herzlich von Herrn Draken, dem Filialleiter der Sparda-Bank in Mülheim, empfangen. Durch die Veranstaltung führte dann aber der Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Thorsten Schuld, der uns zuerst über die Sparda-Bank informierte. Anschließend thematisierte Herr Schuld den richtigen Umgang mit Geld. Er referierte über Budgetplanung, Einnahmen und Ausgaben. Man soll bewusst seine Ausgaben planen und ein Gefühl für Preise entwickeln. Außerdem erhielten wir noch ein paar Infos zum Thema Nebenjob. Nach einer kurzen Pause gab Herr Schuld uns nützliche Tipps, um Schulden zu vermeiden, und anhand eines Schufa-Beispiels zeigte er uns sehr anschaulich die möglichen Folgen einer Verschuldung.

Nachdem unser Termin in der Sparda-Bank vorbei war, machten wir uns auf den Weg zum Düsseldorfer Landtag. Da der Programmpunkt beim WDR leider kurzfristig abgesagt wurde, hatten wir genug Zeit, um zum Landtag zu kommen, – und die Zeit brauchten wir auch. Denn wir mussten die ganze Strecke laufen, da wir genau den einen Tag erwischt hatten, an dem der öffentliche Nahverkehr in Düsseldorf bestreikt wurde.

Am Landtag angekommen, mussten wir erst einmal durch eine Sicherheitskontrolle, um danach das offizielle Gebäude betreten zu dürfen. Wir wurden zum Mittagessen eingeladen und im Anschluss von Herrn Donath, dem Finanzchef des Landtags, abgeholt. Er führte uns durch das Gebäude und erklärte und zeigte uns dabei viele verschiedene interessante Dinge, so zum Beispiel anhand eines Modells die besondere Architektur des nordrhein-westfälischen Landtags. Außerdem durften wir den Plenarsaal besichtigen, in dem viele politische Themen diskutiert und entschieden werden.

Im Anschluss setzten wir uns zusammen in einen der Fraktionsräume, in dem wir die Möglichkeit bekamen, mit Herrn Donath ins Gespräch zu kommen. Wir konnten unsere Fragen stellen und erhielten auf jede einzelne eine ausführliche Antwort. Nach dieser Gesprächsrunde endete die Exkursion am Nachmittag im Landtag und wir machten uns nach einem spannenden und interessanten Tag wieder auf den Heimweg.

(Vladan Velichkovski und Anna Schwaner, EF SW G1)