Europa ist bunt

Projekt der GO Heißen:

Europa ist bunt

Die SchülerInnen der „Ganztags Offensive Gymnasium Heißen“, sowie das Betreuungsteam der Diakonie(bestehend aus Ute Roemer, Anke Hoffmann, Rita Krayer und Fabian Freye) haben am Projekt

„ Europa ist bunt, wir sind Europa sei dabei“

mitgewirkt.

Mit den kreativen und kunstvoll gestalteten Buchstaben des Textes, haben wir versucht den 5er Jahrgang der „GO“ unserer Schule das Thema Europa nahe zu bringen. Während der Gestaltung wurde immer wieder über Europa gesprochen. Die Schüler und Schülerinnen verbinden mit Europa:

Frieden
Freiheit
Reisen ohne Grenzen
Fußball
Gleichberechtigung Gemeinschaft
Gerechtigkeit
Sprachen – und kulturelle Vielfalt Meinungsfreiheit
Natur

Die inhaltliche und lebendige Auseinandersetzung mit diesem Thema wurde mit der Schuldemo zum Europatag gekrönt, bei der die Schüler und Schülerinnen stolz die von ihnen gefertigten Plakate trugen.
Zum Abschluss des Projektes werden die Plakate in Bilderrahmen im Flur des Gymnasiums ausgehängt.

Schüler aus Tours zu Gast am Städtischen Gymnasium Heißen

Mülheim – Vom 23. Februar bis 02. März waren erneut die Franzosen in Heißen zu Besuch. Bereits zum sechsten Mal fand am Gymnasium Heißen der  Frankreichaustausch mit insgesamt siebzehn Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe 9 und ihren Austauschpartnern vom Lycée Descartes in Tours statt. Die begleitenden Lehrerinnen Marion Abu Jhaisha und Victoria Lubarski-Goldbeck freuten sich über regen Austausch mit den französischen Kolleginnen Léa Boko und Élise Peletier,

Die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen besteht seit 2013. Zunächst wurden kreative Projekte online durchgeführt, seit 2015 finden reale Begegnungen statt, die die Sprachkompetenz und die deutsch-französische Freundschaft auch im  Hinblick auf die Städtepartnerschaft zwischen Mülheim und Tours stärken. Vive l’Allemagne! Vive la France! Vive l’Europe!

Französische und deutsche Schülerinnen und Schüler genießen den Austausch bei strahlendem Sonnenschein.

DELE – Sprachzertifikat Spanisch

v.l.n.r.: Leon Zenone, Simon Jonas (vorne)
Shaun Kamalraj, Jonas Hertrampf, Mara Oberdörster,Jule Friedemann, Veronika
Ribbisi, Jonas Genter
(es fehlen Lena Oberdörster, Milena und Mirian Schmitz)

Am Samstag, den 10. November 2018, machten sich einige SchülerInnen der EF, Q1 und Q2 frühmorgens auf den Weg zum Georg-Büchner Gymnasium in Düsseldorf. Dort fanden die DELE-Prüfungen statt. DELE ist ein weltweit anerkanntes Sprachzertifikat für Spanisch.
Bevor wir jedoch mit den Prüfungsteilen starteten, mussten wir noch ca. 30 Minuten warten. Die Nervosität stieg, bis es um 9.00 Uhr endlich losging.
Um das Niveau A2 bzw. B1 (wenn alles gut läuft und die Punktzahl stimmt!) zu erlangen fingen wir mit 50 Minuten Leseverstehen an, bei dem  wir verschiedene Aufgabenarten lösen mussten (Zuordnen, Einsetzen, Multiple Choice). Darauf folgten sofort 30 Minuten Hörverstehen. Nach ca. 20 Minuten Pause ging es auch schon in den letzten Teil des Tages. Wir mussten zwei kurze Texte über zwei verschiedene Themen schreiben, in denen man erneut seine Spanischkenntnisse unter Beweis stellen konnte.
Nach den drei Teilen merkten wir, wie froh wir waren, dass die mündliche Prüfung auf Mittwoch gelegt wurde. Trotz nur 2 ½ Stunden waren wir alle ziemlich geschafft.
Vor der mündlichen Prüfung waren wir besonders nervös. Wir hatten 12 Minuten zur Vorbereitung einer Bildbeschreibung und Präsentation eines vorgegebenen Themas. In der Prüfung stellten wir dann unsere Ergebnisse vor und sollten uns noch kurz mit der Prüferin über das Thema unterhalten. Die Prüferinnen waren super freundlich, weshalb die Prüfungssituation und die Prüfungsatmosphäre entspannt waren.
Obwohl wir die Ergebnisse erst in ein paar Monaten erfahren, können wir schon sagen, dass es eine aufregende und spannende Erfahrung war. Ohne Vorbereitung hätten wir uns niemals in so eine Prüfungssituation getraut. Deswegen geht ein ganz besonderer Dank an Frau Bosse, da sie das alles für uns organisiert hat und für eine AG zur Vorbereitung sorgte.
Mara Oberdörster und Jule Friedemann, Q2

Milena und Miriam Schmitz (Jg. 9) haben die DELE-Prüfung für das Niveau A1 am Gymnasium Stoppenberg in Essen abgelegt und hatten bestimmt einen ähnlich aufregenden Tag!

Unsere Woche in Tours

 

 

Auch in diesem Jahr entschieden sich zwanzig Schülerinnen und Schüler, am

Frankreichaustausch teilzunehmen und eine Woche in Tours zu verbringen.

Nach knapp zehn Stunden kamen wir am Hauptbahnhof von Tours an, wo uns unsere Austauschschüler abholten. Da alle noch sehr erschöpft waren, verbrachten die meisten den Abend zu Hause bei ihrer Gastfamilie.

 

Am nächsten Tag wurde uns die Gestaltung überlassen. Somit gingen

einige von uns bowlen oder auch klettern. Darauf folgte der erste Tag an einer französischen Schule. Während des ersten Frühstück wurde allen gesagt, welchen Unterricht sie am nächsten Tag besuchen würden. Danach arbeiteten wir mit unseren Austauschschülerin an unseren Projekten, in welchen es um den kreativen Vergleich deutscher und französischer Musik. ging. Da wir in Deutschland damit angefangen hatten,  waren wir schon weit fortgeschritten und es ging nur um die Fertigstellung und das erste Einüben des Textes. Mittags gab es dann Essen aus der Schulkantine Gesättigt und gestärkt hatte man dann bis 15 Uhr Zeit, selbständig die  Stadt zu entdecken ehe man diese später genauer bei einer Rallye erkundete. Da Tours sehr überschaubar ist, war es möglich, während der Freizeit auch das ein oder andere Bekleidungsgeschäft zu besuchen.

 

Der Dienstag war sehr viel von Freizeit geprägt, da man bis zum Mittagessen im Unterricht war, welcher übrigens wesentlich mehr vom Lehrer als vom Schüler gestaltet wird, und danach kein Programm hatte. Der nächste Tag war voll mit Programm. Man traf sich morgens an einer zentral gelegenen Bahnstation und fuhr nach Rochecorbon, das ist ein Nachbarort, welcher alte Höhlen und schöne Gassen zu bieten hat. Nach einer Führung durch die genannten Höhlen stand ein Mittagessen an, welches jeder für sich gestaltete. Danach ging es dann

mit einem kleinen Bötchen über die Loire. Nach der informativen und amüsanten

Bootsfahrt fand man sich um 17 Uhr in Tours wieder.

 

Am Donnerstag stand eine Schlössertour an. Diese begann in Blois und wurde fortgeführt in Chambord. Nachdem wir diese zwei schönen Schlösser besichtigt hatten, besuchten wir eine Biscuiterie in der Nähe des Schlosses Chambord.

 

Der letzte Tag mit Programm war der Freitag. An diesem trafen sich nochmal alle, um ihre Projekte zu bearbeiten, da am Abend eine Vorstellung vor den Eltern anstand. Am Nachmittag besuchten wir noch das Musée des Beaux Arts. Am Abend

stellten wir unsere Projekte vor. Als wir damit fertig waren, beschlossen wir alle, uns dann an die Loire zu setzen. Kaum jemand von uns hätte sich einen schöneren letzten Abend vorstellen können. Am nächsten Morgen waren alle noch ein bisschen schläfrig und  trafen sich wieder am Hauptbahnhof, um in den Bus Richtung Mülheim zu steigen. Wir verabschiedeten uns von unseren Austauschpartnern und

machten noch ein paar letzte Fotos zusammen .Alles in allem muss man sagen, dass der Austausch wirklich sehr schön war und viel Spaß gemacht hat. Man kam zwar abends ein wenig müde nach Hause, jedoch wusste man, dass man etwas erlebt hatte

 

Ein Zeichen dafür, dass der Austausch es den Schülerinnen und Schülern wirklich angetan hatte, ist übrigens, dass einige Mädchen eine eigenständige Reise nach Tours planen.

 

Max Russer (Ef) und Theresa Schiller (9a)

Frankreich Austausch 2018

Am 17.02.2018 begann der Frankreich- Austausch der neunten und zehnten Klassen. Insgesamt waren wir 40 Schüler und vier Lehrerinnen. Die französischen Schüler kamen gegen Abend an und wurden auf dem Schulhof von ihren Gastfamilien abgeholt.

Das Wochenende haben alle in den Familien verbracht und sich besser kennen gelernt.

Am Montag ging das Programm dann richtig los. Durch Zufallsprinzip wurden wir anderen Austauschpartnern zugeteilt und durften ein zweisprachiges Interview führen, bevor wir uns gegenseitig dem Rest der Gruppe vorgestellt haben, jeweils in der anderen Sprache. Auf Grund der Größe der Gruppe wurden wir auf zwei Computerräume aufgeteilt und sollten mit unserem Zufallspartner ein Quiz über NRW und Deutschland lösen. Danach wurde uns eine Projektarbeit vorgestellt, die wir in den zwei Wochen des Austausches fertig stellen sollen, die erste Hälfte in Deutschland, die zweite im Sommer in Frankreich. Wir sollen jeweils ein deutsches und ein französisches Lied miteinander kombinieren und kreativ präsentieren.

Dienstag waren wir in den ersten beiden Schulstunden im regulären Unterricht, damit die Franzosen zu sehen bekamen, wie der Unterricht an einer deutschen Schule abläuft. Danach konnten wir uns noch ein wenig mit dem Projekt beschäftigen, bevor wir uns nach einer Mittagspause alle auf den Weg nach Duisburg zum Moonlight Minigolf gemacht haben. Dort spielten wir Minigolf im Schwarzlicht.

Mittwoch wurden wir dann vormittags, nach einem Spaziergang durch die Innenstadt, im Rathaus empfangen und konnten uns einen Film über Mülheim ansehen, der eventuell schon ein wenig veraltet war. Uns wurde allerdings bestätigt, dass schon an einem neuen, etwas passenderen Film gearbeitet wird. Danach sind wir über die Ruhr, durch Schloss Broich und die MüGa zur Camera Obscura gewandert. Getrennt voneinander, wurden erst die Franzosen nach oben in die Kuppel gefahren, während wir Deutschen uns das Museum ansehen konnten. Als es schon fast soweit war und wir nach oben fahren konnten, gab es zwischendurch ein kleines Drama, weil der Aufzug stecken blieb. Zum Glück fuhr er wenige Minuten später wieder und alle kamen heil nach oben und auch wieder runter, da es zwischen dem zweiten und dritten Stock, abgesehen von einer Feuertreppe, die alarmgesichert war, keine Treppe gab. In der Kuppel war es äußerst interessant, da die Akustik vollkommen ungewohnt und unbeschreiblich komisch war.

Donnerstag sind wir mit dem Zug zum Bergbaumuseum nach Bochum gefahren. Auch dort gab es zwei verschiedene Führungen. Eine auf Französisch und eine auf Deutsch. Die deutsche Führung war witzig, da der Führer lustige Spitznamen verteilte und wir auch mal Dinge ausprobieren konnten, wie zum Beispiel einen Fünf Kilo- Bohrer über unseren Kopf halten oder in einer Rettungskapsel liegen. Nach der Rückfahrt nach Mülheim sind wir noch durch die Mausegattsiedlung, eine typische Bergarbeitersiedlung, gegangen.

Freitag war auch schon der letzte Tag und wie haben erneut an unseren Projekten gearbeitet, da wir bereits die Zwischenstände bei der Abschiedsfeier am Abend vorstellen sollten. Abends haben wir uns dann mit den Eltern in der Schule getroffen. Es gab ein selbst gemachtes Buffet, einige Gruppen haben ihre Ergebnisse vorgestellt und sogar Frau Dr. Leistritz war da und sagte ein paar herzliche Worte.

Samstag war am frühen Morgen die Abreise angesagt und die französischen Schüler mussten zu um acht Uhr zum Bus gebracht werden. Nach einem langen Abschied, der zumindest für uns Schüler nur zeitweilig ist, sind die Franzosen in den Bus eingestiegen. Auch der Busfahrer stieg ein und seltsamerweise war die Gepäckklappe an der Seite jedoch noch auf. Nach hektischem Deuten, kam der Busfahrer jedoch dann noch einmal heraus und schloss diese, obwohl er den Motor schon gestartet hatte. Auch die vordere Tür hatte schon ein wenig Probleme bereitet und ging keine zwanzig Meter weiter wieder auf.

Die Franzosen sind aber gut in Tours angekommen und wir freuen uns auf das Wiedersehen am 02. Juni!

Thyra Tennig, EF

Frankreichaustausch

20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 des Städtischen Gymnasiums Heißen wurden mit ihren französischen Austauschpartnern im Rathaus der Stadt Mülheim empfangen. Begleitet wurden die Schüler von den Lehrerinnen Victoria Lubarski-Goldbeck und Marion Abu Jhaisha, die den Austausch auf Mülheimer Seite betreuen, sowie der Kolleginnen Anne Männlein und Léa Boko vom Lycée Descartes in Tours. Die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen feiert in diesem Jahr ihr 5-jähriges Jubiläum.

Frankreichaustausch

20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 des Städtischen Gymnasiums Heißen wurden mit ihren französischen Austauschpartnern im Rathaus der Stadt Mülheim empfangen. Begleitet wurden die Schüler von den Lehrerinnen Victoria Lubarski-Goldbeck und Marion Abu Jhaisha, die den Austausch auf Mülheimer Seite betreuen, sowie der Kolleginnen Anne Männlein und Léa Boko vom Lycée Descartes in Tours. Die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen feiert in diesem Jahr ihr 5-jähriges Jubiläum.

Unser Besuch in der französischen Bibliothek

 

Kurz vor den Sommerferien haben wir im Rahmen des Französisch-Kurses einen Ausflug in die französische Bücherei in Essen Rüttenscheid gemacht.

Wir wurden von einem netten Bibliothekar mit französischem Akzent empfangen. Zu Beginn haben wir alle an einem großen Tisch Platz genommen und er hat begonnen, sich mit uns auf Französisch zu unterhalten. Wir lernten etwas über Länder, in denen Französisch gesprochen wird, über die Arbeit in einer Bibliothek, die ausschließlich Bücher und Hefte auf Französisch verleiht und er erklärte uns einiges zu seinem Beruf. Nach einiger Zeit löste sich die Runde auf und wir bekamen alle einen Rallye – Zettel, um die Bibliothek eigenständig zu erforschen.

 

Nach und nach erfüllten wir alle Aufgaben des Zettels. Dieser beinhaltete zum Beispiel, sich ein durch sein Cover ansprechendes Buch zu suchen und aus den ersten drei Sätzen ein Gedicht zu schreiben.

Für einige von uns gab es am Ende der Tour durch die Bibliothek noch eine unerwartete Überraschung, denn als wir aus dem Fenster sahen, erkannte wir inmitten des Schulhofs unsere ehemalige Grundschullehrerin umringt von Zweit- oder Drittklässlern stehen. Nachdem wir uns einen Moment mit ihr unterhalten hatten, verabschiedeten wir uns, bedankten wir uns beim Bibliothekar und verließen die Bücherei.
Alles in allem hat mir der Ausflug sehr gut gefallen. Ach, wenn wir nicht sofort alles verstanden haben, sind wir am Ende mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause gegangen. Sarah Neumann  / 9C

DELF (= Diplôme d’études en langue franҫaise)

Ihr lernt Französisch und möchtet zeigen, wie gut ihr schon mit der Sprache umgehen könnt? Dann stellt euch der Prüfung zur Erlangung des Diploms, das vom französischen Bildungsministerium verliehen wird und Sprachkenntnisse auf unterschiedlichen Niveaus bescheinigt.
Wie sieht so eine Prüfung aus?
Sie besteht aus einem schriftlichen Teil, in dem euer Hörverstehen, euer Leseverstehen und eure Fähigkeit, z. B. eine E-Mail zu beantworten, getestet werden, und aus einer mündlichen Prüfung, bei der ihr mit einem/einer – in der Regel französischen – Muttersprachler/in sprecht und ein kleines Rollenspiel mit ihm/ihr durchführt. Es wird also überprüft, ob ihr in der Lage seid, mit französischen Muttersprachlern erfolgreich zu kommunizieren.
Wann sollte man die Prüfung ablegen?
Für das Niveau A1 kann man im 2. oder 3. Lernjahr (7. oder 8. Schuljahr), für das Niveau A2 im 3. oder 4. Lernjahr (8. oder 9. Schuljahr), für das Niveau B1 im 5. oder 6. Lernjahr (EF oder Q1) und für das Niveau B2 in der Q1 oder in der Q2 die Prüfung absolvieren. Wenn man bereits in einer höheren Stufe ist und die vorherigen Niveaus nicht absolviert hat, kann man trotzdem die Prüfung für ein höheres Niveau ablegen. Es ist allerdings vorteilhaft, wenn man schon einmal an einer solchen Prüfung teilgenommen hat, weil man dann weiß, wie diese Prüfungen ablaufen.
Was muss man tun, um an einer solchen Prüfung teilnehmen zu können?
Man muss sich im Oktober oder November (in diesem Jahr bis zum 13.11.) beim Institut franҫais anmelden. Auf der Internetseite des Institut franҫais findet man die Teilnahmebedingungen und Preise. Den Zugangscode für die Anmeldung für das DELF scolaire erhaltet ihr bei mir.
Wie kann man sich auf diese Prüfung vorbereiten?
Entweder kommt ihr zur DELF-AG, oder ihr sprecht mich an, falls ihr in der Zeit Unterricht habt und deshalb nicht zur AG kommen könnt, aber gerne an der Prüfung teilnehmen möchtet. Ich werde euch dann Übungsmaterial geben.

Wenn ihr den diesjährigen Anmeldetermin verpasst habt, habt ihr die Gelegenheit, euch im nächsten Schuljahr anzumelden.
Vielleicht werdet ihr dann – wie schon viele Französischschülerinnen und –schüler unserer Schule – stolz euer DELF-Diplom in den Händen halten können.
Marion Abu Jhaisha

Lebendige Begegnung mit der Vergangenheit

Die AG „Lebendige Begegnung mit der Vergangenheit – Krieg, Holocaust, Frieden?“

(Eine Begegnung mit der deutschen und europäischen Geschichte im 2. Weltkrieg)

Die AG „Lebendige Begegnung mit der Vergangenheit – Krieg, Holocaust, Frieden?“ wird seit 2008 alle zwei Jahre für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und 11 angeboten. In den bisherigen fünf „Durchläufen“ nahmen insgesamt 105 Schülerinnen und Schüler daran teil. Ziel war und ist es, die Schülerinnen und Schüler für ihre Vergangenheit zu sensibilisieren, so dass sie zu mehr Toleranz im Miteinander kommen. Kernstück der AG sind die Fahrten nach Ysselsteyn in den Niederlanden und nach Opole und Oswiecim/Auschwitz in Polen. In Ysselsteyn befindet sich eine Kriegsgräberstätte mit über 32.000 Gräbern gefallener Soldaten der beiden Weltkriege. An einem Wochenende werden der Friedhof und die Begegnungsstätte des „Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ zum Ort der konkreten Auseinandersetzung mit dem Krieg, seinen Tätern und seinen Opfern. Das riesige Gelände des Friedhofs wird sowohl bei Tag als auch bei Nacht erkundet, Einzelschicksale werden genauer untersucht und ausgewertet. Ganz individuell und möglichst authentisch werden die gewonnenen Eindrücke künstlerisch umgesetzt. Bettlakengroße Kunstwerke zum Thema Krieg, Tod aber auch Hoffnung sind so schon entstanden und im Markt der Schule ausgestellt worden. Bei einem Besuch in Ysselsteyn hat eine Schülergruppe auch mit Stacheldraht das Erlebte zum Ausdruck gebracht. Für viele Schülerinnen und Schüler der ersten Durchgänge war das Zeitzeugengespräch mit Herrn de Winter ein Höhepunkt der Fahrt. Herr de Winter berichtete fesselnd von seinen Erlebnissen während des Zweiten Weltkriegs – vom brennenden Rotterdam, von seiner jüdischen Freundin, die in Auschwitz umkam und von seinem eigenen Aufenthalt im und seiner Flucht aus einem Konzentrationslager in den Niederlanden. In den folgenden Jahren haben weitere Zeitzeugen aus Holland ebenso faszinierende und auch ergreifende Schicksale vorgestellt. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach einem miteinander und gemeinsamen Verstehen der verschiedenen Kulturen, aus der festen Überzeugung heraus, dass dies Kriege verhindern kann. Das Wochenende in Ysselsteyn bietet viel Zeit, um das Erlebte und anderes gemeinsam zu reflektieren.

Eine Woche lang dauert die Fahrt nach Opole und Auschwitz. In Opole – der Partnerstadt Mülheims – ist Gelegenheit, mit polnischen Schülern in Kontakt zu kommen und das Leben in Polen näher kennen zu lernen, bevor der weitere Teil der Fahrt sich ganz konkret am Ort des Schreckens mit dem Holocaust beschäftigt. Der Aufenthalt in Opole bringt die Schülerinnen und Schüler aus Polen und Deutschland zusammen und ermöglicht so einen regen Austausch über die Geschehnisse während des Zweiten Weltkrieges. Gemeinsam erfahren die Schülerinnen und Schüler aus der Partnerschule „Nr. 5“ sowie die Teilnehmer der AG etwas über den polnischen Widerstand anhand von Film- und Quellenmaterial, erleben aber auch durch gemeinsame Freizeitaktivitäten mit den polnischen Schülerinnen und Schülern das Leben in Polen heute. Auch der Besuch des Museums des Lagers Lamsdorf/Lambinowice mit einem intensiven Vortrag zur Geschichte des Lagers gibt Anlass zu intensiven Diskussionen zwischen den polnischen und deutschen Schülern über die unterschiedliche Vergangenheit und die Verantwortung, die daraus erwächst, aber auch darüber, dass es heute wieder ein gutes Verhältnis untereinander gibt. Dies zeigte sich jedes Mal im unbeschwerten Umgang miteinander bei den Treffen sowohl in der Schule als auch abseits des offiziellen Programms.

Das Programm in Auschwitz / Oswiecim besteht in erster Linie aus dem Besuch des Stammlagers und des Vernichtungslagers Birkenau. Hier werden durch gut ausgebildete Guides in den Führungen die Greuel in den Lagern deutlich.

Die Abende dienen dann der Aufarbeitung des Erlebten. Neben den Führungen beteiligt sich die Gruppe an Erhaltungsarbeiten im Stammlager. Bei den Fahrten gab es zudem Zeitzeugengespräche mit Überlebenden aus dem Lager. Die Erlebnisse aus dem Lager von einem Häftling persönlich erzählt zu bekommen ist ein äußerst emotionales Ereignis. Zusätzlich zum Besuch der Lager haben die Gruppen eine Stadtführung in Oswiecim, bei der die alte Synagoge aufgesucht wird und das frühere jüdische Leben der kleinen Gemeinde vorgestellt wird. Außerdem besuchen wir die Ausstellung des Häftlings Marian Kolodziej im Kloster Harmeze. In dieser hat der Künstler eindrucksvoll seine Erlebnisse im Lager festgehalten.

Neben den Fahrten finden weitere Programmpunkte im Ruhrgebiet statt. Fester Bestandteil sind dabei Zeitzeugengespräche, das Erkunden von Orten der NS-Vergangenheit in Mülheim sowie die Teilnahme an diversen aktuellen Aktionen zum Thema. Dazu gehörten u.a. der Besuch des „Zugs der Erinnerung“ in Essen, der Besuch eines Israel-Seminars sowie die Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen zum 9.11.1938 und der Befreiung des Lagers Auschwitz am 27.1.1945. Fester Bestandteil ist auch der NS-Film „Jud Süß“ zur Propaganda in der NS-Zeit mit anschließender Diskussion und Bewertung der Wirkungsweise. In diesem Zusammenhang wird auch das weitere propagandistische Vorgehen des NS-Staates anhand von Quellen bearbeitet. Wichtig ist als fester Programmpunkt auch der Besuch einer heimischen Synagoge und eines Workshops im Bunkermuseum Oberhausen, um auch den Aspekt des Bombenkrieges zu beleuchten. Beim historischen Rollenspiel unter dem Titel „Gefrierfleischorden“ schlüpften die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung des historischen Rollenspielers Olaf Fabian-Knöpges in die Rolle von Zwangsarbeitern. Herr Fabian-Knöpges vermittelt durch sein Rollenspiel unter anderem sehr anschaulich Aspekte des Gehorsams, der Unterordnung und der Willkür in einem totalitären System. Das für die meisten Schülerinnen und Schüler bei dem Rollenspiel sehr intensive Erleben der eigenen Rolle wird in einer Nachbesprechung ausführlich reflektiert.

Viele Teilaspekte der AG wurden medial festgehalten. Bei der ersten Gruppe in eigenen kleinen Filmen, bei der zweiten Gruppe in einer Radiosendung, die im Rahmen des Bürgerfunks in Oberhausen/Mülheim unter Mithilfe des Bürgerfunkers Walter Bardenheuer entstand und gesendet wurde und in den weiteren Gruppen in einem Tagebuch, in dem Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken und Gefühle festgehalten haben.

Unser besonderer Dank gilt dem Verein zur Förderung von Städtepartnerschaften und der Sparda-Bank West für die finanzielle Unterstützung der AG.

Die Projektleiter (Dr. Roland Guderley, Markus Bergmann)