Einspruch „Stattgegeben“ oder „Abgelehnt“? Wird der oder die Angeklagte „freigesprochen“ oder

Diese und viele weitere Begriffe aus dem Bereich der Juristerei, wie sie uns allen schon mal in
verschiedenen Formen begegnet sind, fielen während der drei Prozesse, die die Rechtskunde-AG
des Gymnasium Heißen am 04.07.2018 am Amts- und Landesgericht in Duisburg mitverfolgen
durfte. In den vergangenen Wochen hatte uns Herr Kerlen näher an die Materie herangeführt und
uns mit den Grundprinzipien des Rechts anhand von Beispielen vertraut gemacht. Herr Kerlen ist
selbst Richter, womit wir uns einem erfahrenen Juristen gegenüber sahen, was uns das Verstehen
der Regeln erleichterte. Nun durften wir drei solcher Prozesse auch in der Realität sehen und den
Ablauf mitverfolgen. Es macht tatsächlich einen Unterschied, derartiges in der Theorie zu
besprechen und in der Praxis zu erleben. So wurden zwar einige Prinzipien und Regeln des Gerichts
beibehalten, wie zum Beispiel die Sitzordnung der Anwesenden. Am Fenster befindet sich immer
der Staatsanwalt, ihm gegenüber der Rechtsanwalt und der dazugehörige Mandant, um dessen
Gesichtszüge zu erkennen und Komplikationen eines Fluchtversuchs zu vermeiden. An vorderster
Front sitzt selbstverständlich der Richter zusammen mit dem Protokollführer, um nur ein paar der
Anwesenden zu nennen. Doch nicht alles kann so reibungslos ablaufen wie eine funktionierende
Sitzordnung; was ist, wenn die angeklagte Person nicht erscheint? So war es in dem ersten
besuchten Prozess tatsächlich der Fall. Der Angeklagte war unerwartet erkrankt und somit
verhindert. Doch das stellte kein Problem für die Juristen dar. Der Rechtsanwalt erklärte sich zum
Glück bereit, seinen fehlenden Mandanten zu vertreten, womit es keine Schwierigkeiten gab. Auch
sonst können wir von Glück behaupten, dass wir ohne große Turbulenzen die Prozesse miterleben
konnten. Es war eine äußerst interessante Erfahrung, derartiges, was uns eigentlich nur aus Filmen
bekannt ist, auch im wahren Leben sehen zu dürfen. Von Polizeikontrollen am Eingang bis hin zur
Verlesung der Strafmaßnahme am Ende eines Falls, hatten wir alles mitangesehen und wissen nun,
was uns bevorstünde, würden wir mal etwas vom Wege abkommen … oder unseren Platz im
Rechtswesen finden. Natürlich wäre letzteres am wahrscheinlichsten.

Politik (-Unterricht) ist wichtig

– Ergebnisse einer Umfrage an unserer Schule –

Der Diff-Kurs Politik/Wirtschaft in der Jahrgangsstufe 9 hatte sich vorgenommen, in den Jahrgangsstufen 9 und 11 alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule nach ihrem „Interesse an Politik“ zu befragen. Die Kursteilnehmer arbeiteten mit Akribie einen elf Themen umfassenden Fragebogen aus.

Geradezu gespalten ist die befragte Schülerschaft, wenn es um die Frage geht, ob sie sich ganz allgemein für Politik interessieren. Gleich groß ist die Gruppe, die sich als „interessiert“ (46%) oder „wenig interessiert“ (46%) bezeichnet. Nur jeweils 4% ordnen sich als „stark“ oder „gar nicht interessiert“ ein. Die Jahrgangsstufen 9 und
11 unterscheiden sich hier kaum.

Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich bei der Frage, ob man sich „aktiv über das, was in der Politik los ist“ informiert. 60% tun das, aber 40% wählen die Antwort „nein“. Das Fernsehen ist dabei die bevorzugte Informationsquelle (52%), eine Tageszeitung wird weniger genutzt (15%).
Dennoch hält es eine große Mehrheit für wesentlich, informiert zu sein und ein solides „politisches Allgemeinwissen“ zu haben. So halten z. B. 70% den Politik-Unterricht für „wichtig“ oder „eher wichtig“.

Vorsichtig sind sie allerdings, wenn sie eine Selbsteinschätzung ihres politischen Allgemeinwissens vornehmen sollen. So meinen 2/3 der Schüler/innen, nur einen befriedigenden oder ausreichenden Kenntnisstand in Sachen Politik zu haben. Dass es sich hier um eine realistische Einschätzung handelt wird deutlich bei der Beantwortung einer Testfrage: „Wer wählt den Bundespräsidenten?“ Zwei Drittel der Befragten beantwortet diese Frage falsch. Nur 33% wissen, dass die Bundesver-sammlung den Bundespräsidenten wählt. Alle anderen glauben fälschlicherweise, dass der Bundestag, der Bundesrat oder eine Direktwahl durch das Volk diese Wahl vornimmt.
Etwas besser fällt das Ergebnis einer weiteren Testfrage aus. Der Kurs wollte herausfinden, ob die Schüler/innen wissen, was man in der Bundesrepublik unter einer „wehrhaften Demokratie“ versteht. Immerhin konnten das 52% richtig beant-worten. (Das Verfassungsgericht hat das Recht Parteien mit verfassungsfeindlichen Zielen zu verbieten.) Auch hier unterscheiden sich die beiden Jahrgangsstufen nur geringfügig.

Widersprüchlich ist das Ergebnis unserer Erhebung bei der Simulation einer Wahl, weil sich fast 80% gerne an einer Bundestagswahl beteiligen würden, wenn man ihnen dazu die Gelegenheit gäbe. Der Kurs wollte es genau wissen: Welche Partei würdest du wählen?
Das Wahlergebnis unterscheidet sich an einigen Stellen von dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl. So hätte etwa die AfD (0,7%), aber auch die Linke (3%) keine Chance in den Bundestag einzuziehen. Die CDU wird mit 43% stärkste Partei, die SPD erreicht 19%, die FDP 20% und die Grünen 14% der Stimmen. Aber nur 64% aller Befragten geben ihre Stimme ab.
Vielleicht doch keine ausreichende Unterstützung für die Forderung nach einer Absenkung des Wahlalters?

Peter Leitzen

Zu Besuch bei der Sparda-Bank und im Landtag in Düsseldorf

Am Mittwoch, dem 11. April 2018, verbrachte unser SoWi-Kurs in Begleitung unserer Lehrerin Frau Heusel-Butenberg den Tag in Düsseldorf. Zunächst waren wir bei der Sparda-Bank zu Gast und wurden dort herzlich von Herrn Draken, dem Filialleiter der Sparda-Bank in Mülheim, empfangen. Durch die Veranstaltung führte dann aber der Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Thorsten Schuld, der uns zuerst über die Sparda-Bank informierte. Anschließend thematisierte Herr Schuld den richtigen Umgang mit Geld. Er referierte über Budgetplanung, Einnahmen und Ausgaben. Man soll bewusst seine Ausgaben planen und ein Gefühl für Preise entwickeln. Außerdem erhielten wir noch ein paar Infos zum Thema Nebenjob. Nach einer kurzen Pause gab Herr Schuld uns nützliche Tipps, um Schulden zu vermeiden, und anhand eines Schufa-Beispiels zeigte er uns sehr anschaulich die möglichen Folgen einer Verschuldung.

Nachdem unser Termin in der Sparda-Bank vorbei war, machten wir uns auf den Weg zum Düsseldorfer Landtag. Da der Programmpunkt beim WDR leider kurzfristig abgesagt wurde, hatten wir genug Zeit, um zum Landtag zu kommen, – und die Zeit brauchten wir auch. Denn wir mussten die ganze Strecke laufen, da wir genau den einen Tag erwischt hatten, an dem der öffentliche Nahverkehr in Düsseldorf bestreikt wurde.

Am Landtag angekommen, mussten wir erst einmal durch eine Sicherheitskontrolle, um danach das offizielle Gebäude betreten zu dürfen. Wir wurden zum Mittagessen eingeladen und im Anschluss von Herrn Donath, dem Finanzchef des Landtags, abgeholt. Er führte uns durch das Gebäude und erklärte und zeigte uns dabei viele verschiedene interessante Dinge, so zum Beispiel anhand eines Modells die besondere Architektur des nordrhein-westfälischen Landtags. Außerdem durften wir den Plenarsaal besichtigen, in dem viele politische Themen diskutiert und entschieden werden.

Im Anschluss setzten wir uns zusammen in einen der Fraktionsräume, in dem wir die Möglichkeit bekamen, mit Herrn Donath ins Gespräch zu kommen. Wir konnten unsere Fragen stellen und erhielten auf jede einzelne eine ausführliche Antwort. Nach dieser Gesprächsrunde endete die Exkursion am Nachmittag im Landtag und wir machten uns nach einem spannenden und interessanten Tag wieder auf den Heimweg.

(Vladan Velichkovski und Anna Schwaner, EF SW G1)

Sowi-LK besucht das Bundesministerium für Verteidigung

Am Mittwoch den 31.01.2018 besuchte unser Sowi LK in der Q2- begleitet von Frau Eppinger und dem Kurslehrer Herrn Preiser, das Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.
Zunächst führte uns der Referent für Sicherheits- und Verteidigungspolitik David Ginster in das Besucherzentrum des BMVG.
Dort hielt er einen interessanten Impulsvortrag zum Thema moderne Kriegsführung, wobei der Fokus auf atomaren Waffen lag.
Wir blickten zurück auf das Jahr 1945, genauer gesagt auf den 6.08 und 9.08.45- die beiden Tage, an denen zum ersten Mal Atombomben als Waffe auch gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt wurden.
Der Jugendoffizier Ginster stellte dabei insbesondere heraus, dass die Strahlenbelastung atomarer Waffen deutlich geringer sei, als beispielsweise bei einer Kernschmelze in Atomkraftwerken( Tschernobyl und Fukushima).
Das eigentliche Vernichtungspotenzial dieser Waffen gehe von der, sich nach der Detonation ausbreitenden, Druckwelle sowie der extremen Hitzeentwicklung aus.
In Anbetracht der aktuellen Verteilung von Atomwaffen auf der Welt, konstatierte Ginster, dass ein dritter Weltkrieg den Tod des Großteils der Weltbevölkerung zur Folge haben könnte.
Dies liege zum einen daran, dass die Sprengkraft der Waffen durch fortgeschrittene Technologien unvorstellbar groß sei( Zarbombe 4000x so stark wie Hiroshima-Bombe) und zum anderen stünden neben den 5 offiziellen Atommächten USA, Rußland, China,Frankreich und Großbritannien auch zahlreiche weitere Staaten unter Verdacht, diese Form von Waffen zu besitzen respektive herstellen zu können.
Also behält das Zitat Albert Einsteins: “Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.” nach wie vor seine Gültigkeit.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine fuhren wir zum ehemaligen Regierungsbunker in Ahrweiler.
Die rund 17,3 Kilometer lange Bunkeranlage wurden in den Jahren 1960-1972 gebaut beziehungsweise erweitert und nach Ende des Kalten Krieges (Ende der 1990er Jahre) aus Kostengründen stillgelegt.
Während unserer Führung viel es schwer, sich das tatsächliche Ausmaß einer Anlage vorzustellen, die 3000 Personen im Falle eines Atomschlages Schutz bieten sollte.
Aufgrund des erfolgten Rückbaus konnten wir nur die ersten 203 Meter durchlaufen.
Nichtsdestotrotz faszinierte uns die minutiös geplante Anlage mit ihren zahlreichen Sicherheitsbereichen und der “Autarkie auf Zeit”.
Alles in Allem bot der Besuch in Bonn uns wichtige und interessante Einblicke in die Geschichte, brachte gleichermaßen aktuelle Konfliktsituationen zur Diskussion und beantwortete ebenso unsere Fragen zum Thema Atomwaffen und internationale Sicherheitspolitik.

Unser Ausflug zum Düsseldorfer Flughafen

Praktisch jeder ist in seinem Leben schon einmal geflogen. Egal ob in den Urlaub oder auf
Geschäftsreise – das Flugzeug als Verkehrsmittel begegnet uns ständig und dafür müssen wir nur in
den Himmel schauen. Darüber hinaus stellen Flughäfen einen sehr wichtigen infrastruktuerellen und
somit auch wirtschaftlichen Faktor dar. Aus diesem Grund besuchten wir als Sowi-LK am 22.
November den Düsseldorfer Flughafen.


Am Mittag diesen Mittwochs erwartete uns gegen 13 Uhr ein Bus nach Düsseldorf, der bereits mit
einer weiteren Schulklasse gefüllt war. Als wir am Flughafen ankamen erwartete uns zunächst die
Sicherheitskontrolle, allerdings konnte ich bereits vorher die enormen Ausmaße des Rollfeldes
erahnen. Dort angekommen begann auch schon unsere Tour über das gesamte Rollfeld, unter
Aufsicht eines sympathischen Guides. Zunächst konnten wir einige Flugzeuge aus nächster Nähe
betrachten, natürlich nur aus unserem Bus heraus. Trotzdem war der Anblick des Treibens, der
Flugzeuge und Fahrzeuge welche ständig unsere Strecke kreuzten wirklich beachtlich. Bedenkt
man, dass ein normales Flugzeug schon unheimlich imposant sein kann, so setzt der Airbus A380
allerdings völlig neue Maßstäbe. Mit einer Höhe von 24m (Heck) sprengt er praktisch jede normale
Vorstellung eines Flugzeuges. Wenn die riesigen Triebwerke angelassen werden, wird sofort klar:
Hierbei handelt es sich um ein gigantisches Luftschiff. Das Highlight dieser Rundfahrt sollte nicht
lange auf sich warten lassen. Nachdem wir den Flughafen und seine parkenden Gäste etwas weiter
erkundeten, hielt der Tourguide in Sichtweite der Startbahn, kurze darauf begann auch bereits das
große Spektakel. Der A380 mit Kurs auf Dubai fuhr an, gab vollgas und erhob sich sanft in die Luft.
Dann beendeten wir unsere Rundfahrt, nachdem uns der äußere Ring inklusive der vielen großen
Hallen gezeigt wurde.
Der zweite Teil des Ausfluges bestand nach einer kleinen Stärkung darin, dass wir die Gelegenheit
erhielten mit dem Geschäftsführer der Flughafengesellschaft – Michael Hanné – zu sprechen. Vom
einfachen Arbeiter auf dem Rollfeld schaffte er den Aufstieg bis in die oberste Chefetage. Damals
mit viel Engagement noch möglich, kann er uns heute sehr viele interessante Anekdoten seines
Lebens vortragen. Genau dies geschah auch, sodass insgesamt ein sehr spannendes Gespräch
zustande kam. Mich persönlich am meisten beeindruckt hat, dass er trotz seiner steilen Karriere
doch wirklich bodenständig geblieben ist. So erzählte er uns mit einem breiten Grinsen davon, wie
er damals mit einigen Kollegen bei einer Bratwurst die Sportschau verfolgt hat. Dabei wurde jede
Woche aufs neue ausgelost, wer nun in der besagten Zeit Schicht hatte.

Alles in allem erfuhren wir schnell, dass Herr Hannés Karriere bis zum heutigen Tag unheimlich abwechslungsreich und vielseitig ist. Allein schon durch die unheimlich große Anzahl an lustigen Anekdoten kam dies zum
Vorschein. Als Geschäftsführer des Flughafens ist er für mehr als 23 Millionen Passagiere jährlich
sowie ca. 17.500 beschäftigte verantwortlich. Dabei existieren über 180 Ziele, in 50 Ländern,
angeflogen von 80 Fluggesellschaften. Der Düsseldorf Airport ist der drittgrößte Flughafen
Deutschlands.
Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug mit zwei großen Highlights, welche den Tag sehr
interessant gemacht haben. Hier nochmals vielen Dank an Herrn Hanné, sowie unseren Tourguide
und unserem Lehrer Herr Preiser, die uns dieses Erlebnis ermöglicht haben.
Von Miro Malinovic

Seminar in Brüssel

 

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht im „Sleep well youth Hostel“ startete nach dem Frühstück gegen ca. 9:30 unser zweiter Seminartag in Brüssel.

Der erste Programmpunkt war ein Besuch im „Parlamentarium“. Das „Parlamentarium“ ist eine interaktive Ausstellung des Europäischen Parlaments über die Europäische Union. Dort konnten wir also viel über die Geschichte der EU,die einzelnen Mitgliedsstaaten und auch die Vertreter der Länder und deren Aufgaben und Wünsche für die Zukunft der EU lernen. Leider verbrachten wir nur eine Stunde im „Parlamentarium“,da schon der nächste Termin auf uns wartete.

Nach einem kurzem Fußweg erreichten wir gegen 10:30 die ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland,auch bekannt als „deutsche Botschaft“.

Hier wurden wir nach einer strengen Sicherheitskontrolle freundlich von Frau Kettner aus der politischen Abteilung der Ständigen Vertretung empfangen. In einem der vielen Seminarräume erklärte sie uns viel über die verschiedenen Aufgaben und Bereiche der Botschaft. Außerdem erzählte sie auch von ihrem Berufsweg zur Mitarbeiterin in der deutschen Botschaft und erwähnte inwiefern auch wir uns für einen Arbeitsplatz als Mitarbeiter der EU bewerben können. Diese Möglichkeit selber mal nach dem Abitur in Brüssel zu arbeiten war für viele von uns sehr interessant.

Als Frau Kettner ihren Vortrag beendete war erstmal Zeit für eine Mittagspause, die alle in der Nähe des Hostels verbrachten.

Um 14:30 ging es dann weiter mit einem politisch- historischen Stadtrundgang. Dieser war für viele von uns das Highlight der Programmpunkte, denn nach einer Stunde Stadtrundfahrt in unserem Reisebus mit zwei Stadtrundführern erreichten wir das sehr bekannte „Atomium“, wo wir aussteigen durften um Fotos zu machen.

Dann folgte unser Stadtrundgang bei dem sich die Gruppe in zwei Hälften teilte und zu Fuß die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigte. Als wir uns nach 1,5 Stunden an einer der Hauptattraktionen, bekannt als „Manneken pis“, wiedertrafen waren zwar alle sehr erschöpft durch das viele Laufen und die Temperatur von 30 Grad, doch die Meisten waren der Meinung, dass es trotzdem Spaß gemacht hat.

Danach durften wir frei entscheiden, wie wir den Abend verbringen und so ließen viele den Tag in einem Restaurant in der Altstadt von Brüssel ausklingen.

Jonah Gintze

Schülersprechstunde mit Oberbürgermeister Ulrich Scholten am 17. Februar 2017

 

 
Politik braucht Beteiligung – ein Fazit aus der Schülersprechstunde
Welche Bedeutung der Teilhabe und Mitgestaltung an
demokratischen Prozessen zukommt, war eine ganz wesentliche
Erkenntnis nach dem Besuch von Oberbürgermeister Ulrich
Scholten am Gymnasium Heißen. Rund 180 Schülerinnen und
Schüler hatten sich im Rahmen des Sozialwissenschafts- (SoWi-)
und Politikunterrichtes auf den Besuch des Stadtoberhaupts an
ihrer Schule bestens vorbereitet und stellten viele –
erfreulicherweise auch kritische – Fragen zum Geschehen in
Kommunal- und Landespolitik.

Schülersprechstunde. Oberbürgermeister Ulrich Scholten spricht mit Schülern und Schülerinnen des Gymnasium Heißen. Schul- und Stadtteilbibliothek Heißen, Kleiststraße.
17.02.2016
Foto: Walter Schernstein

So zeigte sich die Schülerschaft interessiert an Themen wie unter
anderem dem öffentlichen Nahverkehr, der räumlich/sächlichen
Ausstattung ihrer Schule, der Haltung Scholtens zum Thema „G8
oder G9“ oder auch seiner Einschätzung zum SPD-Kandidaten für
die Bundestagswahl, Martin Schulz. Eine Schülerin, die die letzte
Ratssitzung persönlich verfolgt hatte, erkundigte sich zudem, wie
künftig nun mit den Kosten zur Unterbringung der Flüchtlinge
verfahren werde. Da die derzeit zugrunde gelegte Landespauschale
für die der Stadt Mülheim tatsächlich entstandenen Kosten nicht
auskömmlich sei, sei im Rat kontrovers über die Möglichkeiten und
Chancen einer Klage gegen das Land beraten worden. Die
Erfolgsaussichten sollten, so zitierte Scholten Stadtdirektor Frank
Steinfort, bei Einleitung eines solchen Klageverfahrens „bei
mindestens 60%“ liegen. Hiervon gehe man momentan
mehrheitlich nicht aus. Daher seien parallel auch anderweitige
Kommunikationswege wie zum Beispiel über den Städtetag zu
suchen, um in den Verhandlungen mit dem Land ein angemessenes
Ergebnis zu erzielen. Erfreut zeigte sich der Oberbürgermeister am
Beispiel dieser Frage, dass die Möglichkeiten, sich über den Besuch
politischer Sitzungen ein eigenes Meinungsbild zu verschaffen,
genutzt würden.

Schülersprechstunde. Oberbürgermeister Ulrich Scholten spricht mit Schülern und Schülerinnen des Gymnasium Heißen. Schul- und Stadtteilbibliothek Heißen, Kleiststraße.
17.02.2016
Foto: Walter Schernstein

Gefragt nach der Schuldensituation der Stadt Mülheim an der Ruhr
erläuterte Ulrich Scholten die Chancen, die sich für die Kommune
aus einer Teilnahme am Stärkungspakt 3 ergeben könnten. Sofern
die im Gesetzesentwurf formulierten Rahmenbedingungen in vollem
Umfang erfüllt werden könnten, könnte Mülheim an der Ruhr
jährlich rund 31 Millionen Euro aus dem Stärkungspakt erhalten.
Anhand weiterer Fragen zu den Themen „energetische
Stadtentwicklung“ sowie dem Bürgerbegehren, welches Ende 2016
im Zusammenhang mit der Vertragsunterzeichnung zur weiteren
Beteiligung der Innogy (ehemals RWE) an der medl auf den Weg
gebracht wurde, machten die Schülerinnen und Schüler deutlich,
dass ihnen nicht allein das Wissen um, sondern die Mitgestaltung
an politischen Themen und Prozessen wichtig ist. Sie äußerten
jedoch kritisch, dass nach ihrem Eindruck nicht immer ausreichend
Zeit zur Verfügung stehe, um sich vor relevanten Entscheidungen
eine umfassende Meinung bilden zu können. Ihr Wunsch sei es, das
brachten sie an verschiedenen Stellen des Gespräches zum
Ausdruck, dass eine noch stärkere Beteiligung an grundlegenden
Entscheidungen möglich sei.
Zum Abschluss der Schülersprechstunde danach gefragt, was die
Politik mit Blick auf die anstehende Landtags- und Bundestagswahl
tun könne, um gute Umfragewerte zu erzielen, verwies Ulrich
Scholten auf seine persönlichen Erfahrungen aus dem Wahlkampf:
Der direkte Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und eine
„Politik zum Anfassen“ sei für demokratisches Handeln unerlässlich.
Aus diesem Grund freue er sich auch immer wieder auf Gespräche
mit jungen Menschen, wie zum Beispiel im Rahmen der
Schülersprechstunde.
Das von der Schülerschaft gezeigte politische Interesse während
der Veranstaltung beeindruckte den OB. Er appellierte an die
Jugendlichen, sich für die Ende dieses Jahres anstehende Neuwahl
des Jugendstadtrates aufstellen zu lassen und auf jeden Fall wählen
zu gehen. Dessen Mitglieder nutzten im Anschluss an die [1]
Schülersprechstunde die Gelegenheit, nicht nur für eine hohe
Wahlbeteiligung zu werben, sondern auch die Einladung
auszusprechen, sich aktiv in die Arbeit des Jugendstadtrates
einzubringen.

„Volles Programm!“ – zu Besuch bei der Sparda-Bank, im WDR und im Landtag

„Volles Programm!“ – heißt es beim WDR und das war auch das Motto unseres Sowi- Kurses, als wir am Mittwoch, dem 8. Februar 2017, am „Jugendbildungsprogramm NRW“ teilnahmen, das von der Sparda-Bank West in Kooperation mit dem WDR und dem Landtag angeboten wird. Fast den ganzen Tag verbrachten wir mit unserer Lehrerin Frau Heusel-Butenberg und mit Herrn Draken, dem Filialleiter der Sparda-Bank in Mülheim, in der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Die Veranstaltung begann mit einer Präsentation der Sparda-Bank. Zuerst erläuterte uns der Referent Thorsten Schuld die bewusste Planung von Einnahmen und Ausgaben. Nach einer kurzen Verschnaufpause gab es nützliche Tipps bezüglich Geldanlage und Altersvorsorge. Schließlich fokussierten wir uns auf das Thema Schulden und besprachen, wie man Schulden vermeiden kann und wie weitreichend die Folgen einer Verschuldung sein können.


Danach fuhren wir mit der Straßenbahn zum WDR. Dort erwartete uns zunächst eine Filmvorführung, die über das Arbeiten im WDR und über seine Programme informierte. Im Anschluss daran konnten wir ein Hörfunk- und ein Fernsehstudio besichtigen, was wir alle sehr interessant fanden.
Dann machten wir uns schleunigst auf den Weg zum Landtag, denn dort gab es erst mal ein leckeres Mittagessen. Anschließend wurden wir von Herrn Donat, dem Finanzchef des Landtages, in Empfang genommen und durch den Landtag geführt. Dabei durften wir eine Weile im Plenarsaal eine Ausschusssitzung miterleben. Danach erzählte uns Herr Donat Wissenswertes über die Aufgaben des Landtages und der Politiker. Wir konnten aber auch Fragen stellen, die wir im Unterricht vorbereitet hatten. Daraus ergab sich eine so interessante und lebhafte Diskussion über verschiedene aktuelle Themen, dass Herr Donat beinahe seinen nächsten Termin vergessen hätte.
Damit war das „Jugendbildungsprogramm NRW“ beendet und wir fuhren nach einem zwar anstrengenden, aber sehr erlebnisreichen Tag nach Hause.
Wir möchten uns bei der Sparda-Bank bedanken, dass durch sie diese Exkursion möglich wurde, und bei Frau Heusel-Butenberg für die tolle Begleitung!

(Chiara-Marie Flader und Rona Vllasalija, EF SW G4)

Ein tolles Team: Die Sparda-Bank und das Gymnasium Heißen

Ob durch das Jugendbildungsprogramm oder die SpardaSpendenWahl: Viele Schülerinnen und Schüler haben schon einmal von der Sparda-Bank gehört. Warum engagiert sie sich jedoch genau hier? Günter Draken, Filialleiter der Sparda-Bank in Mülheim, stand allen Fragen Rede und Antwort.

Frage: Herr Draken, die wichtigste Frage zuerst: Warum engagiert sich die Sparda-Bank im Gymnasium Heißen?
Günter Draken: Die Sparda-Bank und das Gymnasium Heißen verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Seit vielen Jahren engagiert die Bank sich hier und es macht uns sehr viel Spaß! Für uns als Genossenschaftsbank hat die berufliche und politische Bildung von Jugendlichen eine sehr große Bedeutung. Dies ist eine wesentliche Aufgabe unserer Gesellschaft.

Frage: Was macht die Sparda-Bank aus? Was unterscheidet sie von anderen Banken?
Günter Draken: Als Genossenschaftsbank ist die Sparda-Bank anders, als viele Banken. Sie ist eine Privatkundenbank und beschäftigt sich daher nur mit dem Bankgeschäft von Privatpersonen und nicht mit Unternehmen. Das bedeutet natürlich, dass wir in diesem Bereich Spezialisten sind.

Ein weiterer Unterschied zu anderer Banken liegt in der Genossenschaft. Wir sind die Bank, die ihren Mitgliedern gehört, daher müssen alle Kunden bei der Eröffnung eines Girokontos ein Genossenschaftsanteil erwerben. Danach sind sie Mitglied in unserer Genossenschaft.

Hier in Mülheim sind wir seit über 20 Jahre vor Ort. Wir sind hier verwurzelt und unterstützen neben dem Gymnasium Heißen noch viele weitere lokale Vereine und Organisationen.

Frage: Wie engagiert sich die Sparda-Bank am Gymnasium Heißen?
Günter Draken: Da gibt es unterschiedliche Projekte. Beispielsweise das Jugendbildungsprogramm: Jeweils eine Klasse fährt mit mir in unsere Bankzentrale nach Düsseldorf. Anschließend besuchen wir gemeinsam auch den Landtag und den WDR. Auch für mich ist es immer ein toller Tag mit vielen neuen Eindrücken.

Mit unserer finanziellen Unterstützung hat die NRW School of Governance im letzten Jahr das Programm „Politik geht an die Schulen“ hier im Gymnasium durchgeführt. In drei Modulen erklärten die Experten den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern alles über politische Prozesse.

Vielleicht sehen Sie mich auch regelmäßig im Schulgebäude. Dann bin ich meist auf dem Weg in eine der Klassen der 7. Stufe. Dort stelle ich die Themen Sparen und Finanzen vor und beantworte gern alle Fragen. Es entstehen immer lebendige Gespräche und ich erfahre, wie junge Menschen über diese Themen denken.

Darüber hinaus hat das Gymnasium Heißen bereits zwei Mal bei der SpardaSpendenWahl gewonnen. Bei dem NRW-weiten Wettbewerb belegte Ihr Gymnasium im Jahr 2013 den 87. Platz und 2014 erreichte den 57. Platz. Da habe ich mich natürlich mitgefreut und durfte insgesamt 3.500 Euro überreichen.

Frage: Sie persönlich engagieren sich als Pate bei Schule ohne Rassismus. Warum liegt Ihnen das Projekt so am Herzen?
Günter Draken: Es ist mein persönliches Anliegen junge Menschen anzuregen, die Zukunft mitzugestalten, mitzureden und das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Als Pate bei der Schule ohne Rassismus unterstütze ich dies aktiv: Sie alle gestalten das Klima am Gymnasium Heißen aktiv mit und wehren sich gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt. Dazu gehört Mut!

Ich bin nun seit Anfang an dabei und darüber bin ich sehr stolz. Und eines steht fest: Ich werde mich weiter hier im Gymnasium Heißen engagieren!

Herr Draken, vielen Dank für das Gespräch.

Dialog mit der Jugend – Wir reden mit!

Am 24. Februar 2016 war der Sozialwissenschaften Zusatzkurs (SoWi ZK) von Frau Brodersen bei der RAG-Stiftung in der technischen Fachhochschule Georg Agricola in Bochum. Organisiert über die Veranstaltung „Dialog mit der Jugend“ des Initiativkreis Ruhr bekamen wir die Möglichkeit, selbst Eindrücke über die Fachhochschule und die RAG-Aktiengesellschaft zu sammeln. Die RAG-Aktiengesellschaft ist ein deutsches Unternehmen, das traditionell im Bereich des Steinkohlebergbaus tätig ist. Auch die Flächennutzung, Immobilien und erneuerbare Energien liegen in ihrem Beschäftigungsfeld. Nach einer klassischen Begrüßung folgte eine kurze Einführung zu der Fachhochschule selbst. Dessen Laborbereiche konnten wir selbst in Form von einer Führung besichtigen und die ein oder andere Fragestellung klären. Anschließend gab es eine Diskussion mit dem Vorsitzenden der RAG-AG, wobei die Themenbereiche Bergbau, Folgen, Nachhaltigkeit, Zukunftsinvestitionen und Wirtschaft aufgegriffen wurden. Damit alle glücklich gegen 18 Uhr nach Hause fahren konnten, gab es einen kleinen Snack bei Erfahrungsaustauschen und persönlicheren Fragestellungen.
Insgesamt kann man sagen, dass der Ausflug sehr informativ war und man somit einen tieferen Einblick in den Bergbau unserer Heimat gewinnen konnte. Des Weiteren erhielten wir weitere Orientierungen für unseren späteren Arbeitsweg und konnten Vieles neu entdecken.
Hannah Schick & Suh-Kyung Choi (SoWi ZK, Q2)